EHF Cup

Petersen führt die Füchse mit dem letzten Wurf ins Final Four

Es waren noch drei Sekunden zu spielen, als Fredrik Petersen zum Helden wurde: Der Schwede nahm sich den Ball – und verwandelte den Siebenmeter zum 25:25 (10:12) gegen Chambery Savoie.

Mit diesem Remis beim französischen Klub hat das Berliner Handballteam das Viertelfinale im EHF Cup erreicht. Da man selbst das Final Four (17./18. Mai) in der Schmeling-Halle veranstalten wird, ist die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson direkt für die Viererendrunde in Berlin gesetzt. „Was für ein unglaublicher Moment“, twitterte Füchse-Präsident Frank Steffel Minuten nach dem Ende voller Stolz.

Es hatte für die Berliner gut begonnen, bei denen nach 38 Tagen Verletzungspause erstmals wieder Pavel Horak auf dem Parkett stand. Petr Stochl im Tor (sein Kollege Silvio Heinevetter war wegen eines grippalen Infekts zu Hause geblieben) hielt gut, schnell stand es 5:2 und dann 7:4 (16. Minute). Aber danach schlichen sich Fehler ins Füchse-Spiel ein. Die Franzosen holten Tor um Tor auf. In Unterzahl gerieten die Berliner nach 22 Minuten erstmals in Rückstand (8:9), erneut in Unterzahl kassierten die Füchse mit der Halbzeitsirene das 10:12.

Aber der Rückstand war unter dem Jubel der 15 mitgereisten Füchse-Fans schnell aufgeholt, Jesper Nielsen besorgte sogar das 13:12 (33.). Es ging hin und her: Innerhalb von drei Minuten schlugen die Franzosen dreimal zu, erstmals betrug der Rückstand bei 16:19 (43.) drei Treffer, später hieß es 18:21 (47.). Doch die Berliner gaben nicht auf: In Unterzahl erzielte Horak seinen dritten Treffer innerhalb von fünf Minuten zum 22:22, Petersen gelang das 23:22. Doch alles schien nicht zu nutzen, weil Berlin in der letzten Minute 24:25 zurücklag und zwei Füchse-Spieler eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen mussten. Doch dann kam Petersen (insgesamt sechs Tore) und alles wurde doch noch gut.