Basketball

Das Pokalfinale beginnt für Alba schon heute in Bremerhaven

Alles schon mal da gewesen: Der Gegner freut sich auf das Spiel des Jahres, zieht extra von Bremerhaven nach Bremen um, weil in die Arena dort bis zu 10.000 Zuschauer passen.

Das Team von Alba Berlin war noch drei Tage zuvor irgendwo in Europa unterwegs, konnte sich bei zwei Reisetagen gerade mal eine Nacht im eigenen Bett erholen.

Dennoch ist für Berlins Basketballmannschaft vor dem Spiel gegen die Eisbären (20 Uhr) einiges anders. Noch am Mittwoch bezog sie in Valencia eine Lehrstunde (54:86) wie noch nie in dieser Saison, zum anderen stehen große Ereignisse bevor. Genau eine Woche später trennen Alba nur noch zwei Siege von einem Titel.

Mit einer Niederlage in Bremerhaven und einer am Dienstag (20 Uhr, O2 World) im Rückspiel gegen Valencia, die ja nicht ganz unwahrscheinlich ist, am kommenden Sonnabend in Ulm in das Pokalhalbfinale gegen Bamberg zu starten, wäre sicherlich eine schwere Hypothek. „Eine wichtige Phase“ sieht Sportdirektor Mithat Demirel vor seiner Mannschaft, eine, „in der jedes Spiel wichtig ist.“ Und er hofft natürlich, dass sie die „offene Rechnung“ mit den Eisbären, von der Akeem Vargas spricht, begleicht.

Denn den Bremerhavenern, vom ehemaligen Alba-Coach Calvin Oldham trainiert und mit den beiden ehemaligen Berlinern Philip Zwiener und Derrick Allen, gelang nach verkorkstem Saisonstart (0:7 Siege) ausgerechnet mit einem Sieg in Berlin die Initialzündung für die Wende. Das 79:85 im November ist nach 21 Spielen noch immer Albas einzige Heimniederlage in dieser Saison.

„Dass wir das Hinspiel in Berlin verloren haben, motiviert uns extra“, verspricht Vargas, der allerdings auch weiß, dass die Aufgabe um einiges schwieriger wird als im November. Die Eisbären gewannen zuletzt 78:74 in Quakenbrück, sie konnten sich die ganze Woche über vorbereiten - und sie haben mit Darius Adams (18,3 Punkte im Spiel) den Topscorer der Liga in ihren Reihen. Es wäre hilfreich, wenn ihn Vargas, hoch motiviert wie er ist, stoppen könnte.