Wintersport

Rekord-Weltmeister Krasnikov fährt auf einem Bein zum Sieg

Dass ein Finale im Eisspeedway von einem einzigen Fahrer bestritten wird, dieser im Verlauf der zu absolvierenden vier Runden teilweise mit einem Bein auf der Sitzbank stehend, das andere hoch in die Luft gestreckt, die Bahn umrundet, haben die Fans zumindest im Eisstadion Wilmersdorf noch nicht gesehen.

Rekord-Weltmeister Nikolai Krasnikov, mit insgesamt 16 Titeln bester Eis-Cowboy aller Zeiten, blieb diese Premiere vorbehalten.

Das Kuriosum wurde möglich, weil sein designierter Nachfolger Daniil Ivanov passen musste. Die beiden Russen hätten um den Sieg in Berlin eigentlich ein Entscheidungsrennen austragen müssen, doch Ivanov ließ die zwei Minuten, die ein Pilot zum Erscheinen an der Startlinie hat, wegen eines technischen Problems am Motorrad verstreichen. Auch Rang drei ging, wie erwartet, in Person von Dmitri Koltakov an einen der überragenden russischen Fahrer.

Die 41. Auflage des Berliner Motorsport-Dauerbrenners ließ bei den rund 6000 Zuschauern darüber hinaus kaum Wünsche offen. „Ich weiß nicht genau, wie oft ich in Berlin gewonnen habe, aber das Rennen ist etwas besonderes“, freute sich der 29 Jahre alte Krasnikov. Bester deutscher Fahrer im Feld der 16 Starter war nach zwei Tagen Max Niedermaier. Der 25-Jährige aus Erding belegte Platz acht.