Fußball-Bundesliga

Freiburg beim 4:1 gegen Frankfurt als Meister der Effizienz

Kaum Chancen, aber vier Tore und damit drei ganz wichtige Punkte:

Der SC Freiburg hat sich im Abstiegskampf der Bundesliga als Meister der Effizienz erwiesen. Gestützt auf die tollen Paraden von Torhüter Oliver Baumann gewannen die Badener am Sonntagabend mit 4:1 (1:0) bei Eintracht Frankfurt und schoben sich am VfB Stuttgart vorbei auf Relegationsplatz 16. Ein Fallrückzieher von Julian Schuster (34. Minute) sowie die Kontertore von Karim Guedé (54./90.+3) und Felix Klaus (70.) machten den ersten SC-Sieg am Main seit Oktober 2010 perfekt. Die Eintracht kam vor 45.400 Zuschauern nur zum Anschlusstreffer durch Joselu (59.), vergab beste Chancen und verlor auch noch ihren Torjäger Alexander Meier mit Verdacht auf Adduktorenverletzung.

„Wir hatten zehn hundertprozentige Chancen. Für Freiburg war es ein lebenswichtiger Sieg, den wir ihnen geschenkt haben“, sagte Frankfurts Jan Rosenthal. Eintracht-Trainer Armin Veh schimpfte: „Wir sind die klar bessere Mannschaft gewesen. Das Ergebnis ist der absolute Witz.“ Sein Team begann eigentlich stark. Ein Schuss von Stefan Aigner klärte Matthias Ginter vor der Linie (1.). Dann parierte SC-Torhüter Baumann gegen Pirmin Schwegler. Von den Breisgauern war zunächst nichts zu sehen. Nur Glück und das Unvermögen der Frankfurter verhinderten einen Gegentreffer.

Entschlossenheit im Abschluss demonstrierte dafür auf der Gegenseite Schuster, der gleich die erste Möglichkeit der Freiburger eiskalt per Fallrückzieher nutzte. Nach Meiers verletzungsbedingter Auswechslung fuhren die Freiburger einen schulmäßigen Konter: Guede ließ der Eintracht-Torwart Kevin Trapp aussteigen und traf zum 0:2. Joselu brachte die Veh-Elf noch einmal zurück, als er Baumann im Nachsetzen per Kopf düpierte. Doch mitten hinein in die aufkeimende Aufbruchstimmung bei den Hausherren platzte der nächste Konter der Freiburger, den Klaus zum 1:3 abschloss. Guedé setzte dann den glücklichen Schlusspunkt zum 1:4. „Das war nicht abzusehen, dass das hier so ausgeht“, sagte Baumann. „In der zweiten Halbzeit waren wir viel, viel besser. Da haben wir es uns verdient, die Tore zu machen. Das tut gut.“