Ski-Alpin

Schmerzvoller Abflug für Höfl-Riesch

Maria Höfl-Riesch wurde gerade verletzt mit dem Hubschrauber von der Piste abtransportiert, als die Nationalhymne zu ihren Ehren erklang.

Gratulationsworte für den Gewinn der Abfahrtswertung schallten durch den Zielraum, Anna Fenninger und Tina Maze fühlten sich alles andere als wohl auf dem Podest (kleines Foto). Der Platz zwischen ihnen blieb nach dem Sturz von Höfl-Riesch leer, die Olympiasiegerin wurde ins Krankenhaus gebracht. Diagnose: Muskelfaserbündelriss im Adduktorenbereich des linken Oberschenkels sowie eine schwere Prellung im linken Schulter- und Ellbogengelenk. Trauriger hätte die deutsche Skirennfahrerin die kleine Kristallkugel in der alpinen Königsdisziplin nicht gewinnen können. Die Sorge um die Gesundheit stand im Vordergrund, aber auch sportlich hatte der Rennunfall schwerwiegende Folgen. Der Kampf um die große Kristallkugel für die Weltcup-Beste ist für Höfl-Riesch verloren, die Saison für sie beendet. Und das in ihrem möglicherweise letzten Weltcup-Winter: Nach dieser oder der nächsten Saison soll ihre große Karriere zu Ende sein. Im Gesamtweltcup hat nun die Österreicherin Fenninger beste Sieg-Chancen.