Handball

Romero führt Füchse zum Arbeitssieg gegen Hannover

Die Ansage von Bob Hanning war klar formuliert. „Wir dürfen in dieser Saison kein Heimspiel mehr verlieren“, hatte der Geschäftsführer der Füchse Berlin im Vorfeld erklärt.

Zumindest am Mittwochabend wurde dieser Vorgabe entsprochen. Das Berliner Handballteam gewann sein Bundesliga-Heimspiel gegen den TSV Hannover-Burgdorf mit 26:21 (14:9) und festigte damit Platz fünf in der Tabelle.

Arbeitssieg, so nennt man das, was die Füchse in der Schmeling-Halle schafften. Es wurde selten brilliert, eher musste fast alles erkämpft werden. Durch Fehler machten es sich die Füchse manchmal selbst schwer. „Wir wissen, dass wir momentan nicht den schönsten Handball spielen“, meinte Füchse-Coach Dagur Sigurdsson. Besonders gefiel ihm aber, „dass wir großen Willen gezeigt haben“.

Die Füchse benötigten eine Weile, um richtig ins Spiel zu kommen. „Wir haben uns erst mal schwergetan“, gab Rückraumspieler Fabian Wiede zu. Fast eine Viertelstunde dauerte es, bis Colja Löffler sein Team erstmals in Führung brachte (6:5). Nach 30 Minuten lagen die Berliner 14:9 in Front. Zu ungefährlich agierten die Hannoveraner in der Offensive. Schmerzlich vermisst wurde beim TSV der Torschütze vom Dienst, Lars Lehnhoff, der wegen einer Oberschenkelverletzung fehlte.

Aber was sollen da die Füchse sagen? Schließlich mussten sie auf Sven-Sören Christophersen, Pavel Horak, Paul Drux und Oliver Milde verzichten. Bis zur Pause ließen die Berliner viele Chancen aus. Unter anderen scheiterten Fredrik Petersen (er vergab auch noch bei mehreren Tempogegenstößen) und Konstantin Igropulo von der Siebenmeterlinie.

Aber gegen Hannover fiel das am Ende nicht ins Gewicht. Silvio Heinevetter war im Tor wieder ein sicherer Rückhalt, nach Anlaufschwierigkeiten stand die Füchse-Abwehr von Minute zu Minute besser. Im Angriff fanden die Berliner vor 5870 Zuschauern immer wieder Lücken. Sechs Tore Differenz (14:8) betrug die höchste Führung in Hälfte eins.

Die Pause schien den Füchsen nicht gut getan zu haben. Sie waren anfangs unkonzentriert, der Vorsprung schmolz schnell (15:13/37.). Doch Markus Richwien, zweimal Bartlomiej Jaszka und ebenfalls zweimal der unermüdliche Iker Romero (bester Füchse-Werfer mit sechs Toren) sorgten wieder für klare Verhältnisse – 20:15 (49.). Die Entscheidung war früh gefallen.