Champions League

Guardiola nimmt den FC Bayern in die Pflicht

Arsenal-Trainer Wenger setzt auf Mesut Özil

Die Zitterpartie des Vorjahres soll sich diesmal nicht wiederholen. Das jedenfalls hat sich der FC Bayern fest vorgenommen, wenn es am heutigen Dienstag im Rückspiel des Achtelfinales in der Champions League gegen den FC Arsenal geht (20.45 Uhr). Mit einem scheinbar beruhigenden 2:0 aus dem Hinspiel gehen die Münchener in die Partie, zudem hat Trainer Pep Guardiola bis auf Holger Badstuber erstmals alle Profis gesund an Bord. Im vergangenen Jahr hatten die Bayern einen 3:1-Vorsprung gegen Arsenal beim 0:2 zu Hause fast noch verspielt. „Wir haben die Lektion gelernt, das ist eine gute Warnung“, sagte Thomas Müller.

Guardiola warnte dennoch eindringlich vor Arsenal mit seinen deutschen Nationalspielern Per Mertesacker, Mesut Özil und Lukas Podolski: „Wir müssen dieses Spiel gewinnen, wir müssen das Hinspiel vergessen. Wenn wir das Ergebnis verwalten wollen und Arsenal ins Spiel kommen lassen, werden wir große Probleme bekommen und scheitern.“

„Wir haben ein Selbstverständnis entwickelt. Wir werden uns nicht aufhalten lassen“, sagte Toni Kroos. In den K.o.-Runden-Spielen will jeder dabei sein, aber es sind Härtefälle programmiert. So droht Bastian Schweinsteiger, Mario Götze, Javi Martínez und Mario Mandzukic die Bank. Aber auch Kroos, Dante – als einziger Bayern-Profi mit zwei Gelben Karten belastet – Müller, Rafinha oder Jerome Boateng könnte es treffen.

Derweil hofft Arsenals Teammanager Arsène Wenger auf eine Sensation. Die Gunners seien „bereit zu kämpfen. Wir brauchen drei Tore. Auch, wenn die Bayern ein Tor erzielen, ändert das nichts. Wir müssen die Initiative ergreifen – und Tore schießen wollen.“ Mesut Özil, der zuletzt in der Kritik stand, überzeugte beim 4:1 der Gunners gegen den FC Everton im FA-Cup-Viertelfinale und erzielte ein Tor. Trainer Wenger lobte die Leistung von Özil als „herausragend von der ersten bis zur letzten Minute“.

Kroos kokettiert mit Wechsel

Unterdessen zeichnet sich bei den Bayern ein möglicher Personalwechsel im Sommer ab. So hat Toni Kroos, 24, erneut seine Zukunft offen gelassen. „Es ist noch keine Entscheidung gefallen. Das wird erst mal so bleiben. Es ist kein Geheimnis, dass die Premier League keine ganz schlechte Liga ist.“

Der Nationalspieler sagte, er sei „ein Mensch, für den vieles möglich ist. Dass man sich irgendwann Gedanken machen muss, ist auch klar. Dann muss man eine gesamte Entscheidung treffen, alles abwägen.“ Sein Vertrag läuft noch bis 30. Juni 2015. Derzeit stocken die Vertragsgespräche über eine vorzeitige Verlängerung. Kroos fordert in München eine deutliche Aufbesserung seines derzeitigen Gehalts (geschätzte vier Millionen). Dem Vernehmen nach hat auch Manchester United Interesse an ihm.

Im zweiten Achtelfinale des Abends will Atlético Madrid zum ersten Mal seit 1997 wieder die Runde der letzten Acht in der Königsklasse erreichen. Atlético mit Trainer Diego Simeone hat Heimrecht im Vicente Calderón und trifft auf den AC Mailand. Das Hinspiel in San Siro hatte Madrid mit 1:0 gewonnen.