Wintersport

Deutsche Biathleten sind nicht mehr konkurrenzfähig

Die erhoffte Top-Platzierung klar verfehlt, eine passende Antwort auf die harsche Kritik schuldig geblieben.

Die deutschen Biathletinnen haben die Störfeuer aus der Heimat nicht in positive Energie umwandeln können und sind auch zum Abschluss des Weltcups in Pokljuka deutlich am Podest vorbeigelaufen. Im Massenstart lieferte erneut Altmeisterin Andrea Henkel das beste Resultat – mehr als der zwölfte Rang war an einem enttäuschenden Tag aber nicht drin.

Dass die 36-jährige Henkel, die schon im Verfolgungsrennen am Sonnabend als Sechste beste Deutsche gewesen war, erneut die ansprechendste Leistung zeigte, verdeutlicht das Dilemma der deutschen Skijägerinnen: Konkurrenzfähig ist, wenn überhaupt, nur die Thüringerin – und die beendet zu allem Überfluss nach der Saison ihre Karriere. Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig stellte die deutschen Biathlon-Fans daher zur Sicherheit schon einmal auf ganz schwere Zeiten ein. Siege am Fließband werde es in naher Zukunft wohl nicht mehr geben. Vielmehr sei es das Ziel, „die Nachwuchskräfte an die Weltspitze zu führen“, erklärte Hönig.

Nicht wirklich erfreulicher verhält sich die Sachlage bei den Männern. Im Massenstart über 15 km erreichte Daniel Böhm (Buntenbock/eine Strafrunde) als bester Deutscher Platz acht, es siegte der Schwede Björn Ferry.