Volleyball

BR Volleys bleiben Friedrichshafen auf den Fersen

Nach Sieg in Bühl ist Tabellenführung greifbar

Die BR Volleys marschieren mit großen Schritten auf Platz eins in der Bundesliga und damit die beste Ausgangssituation vor dem Play-off um die deutsche Volleyball-Meisterschaft zu. Die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew gewann mit 3:1 (23:25, 25:17, 25:23, 25:22) beim heimstarken TV Bühl und bleibt dadurch Tabellenführer VfB Friedrichshafen auf den Fersen. Ein klarer Sieg am Mittwoch im letzten Spiel beim Schlusslicht VC Dresden vorausgesetzt, zögen die Berliner im letzten Moment an Pokalsieger Friedrichshafen vorbei.

„Es war ein Topspiel“, sagte Lebedew, „und der erwartet schwere Kampf.“ Denn es sah lange nicht so aus, als sollten die BR Volleys in Bühl als Sieger vom Parkett gehen. Im ersten Satz waren die Gastgeber die bessere Mannschaft, führten mit 16:11, ehe sich die Berliner, angeführt vom starken Robert Kromm, herankämpften. Doch den zweiten Satzball verwandelte der Este Martti Juhkami, bester Angreifer in Reihen des TV Bühl.

Kromm verwandelt Matchball

Der Deutsche Meister wirkte nicht geschockt. „Wir waren noch konzentrierter, vor allem beim Aufschlag“, lobte der Trainer. Neben Kromm (insgesamt 17 Punkte) schmetterten auch der Australier Paul Carroll (14) und der Serbe Srecko Lisinac (12) immer erfolgreicher. Bis zu neun Zähler Vorsprung hatten die Gäste sich bald herausgearbeitet, nach 22 Minuten war der zweite Satz beendet. Es sollte der kürzeste im Spiel bleiben.

Denn obwohl es für den TV Bühl nicht um so viel ging wie für die Berliner, versuchte er alles, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Die BR Volleys konnten sich kaum absetzen, bis zum Ende stand der dritte Abschnitt auf der Kippe. Beim Stand von 24:21 wehrten die Süddeutschen zwei Satzbälle ab, erst den dritten verwandelte Außenangreifer Carroll.

Dramatisch ging es auch im vierten Satz zu, der 29 Minuten dauerte. Schien sich der Favorit schon abgesetzt zu haben (14:10), zog der verbissen kämpfende TV Bühl bei 15:15 wieder gleich. Trotzdem war Berlin jetzt viel souveräner und erlaubte nicht, dass die Partie erneut kippte. Beim 24:20 hatte der Meister vier Matchbälle, den dritten verwandelte Robert Kromm zum Sieg. Nun sieht es so aus, als sollten die BR Volleys doch noch auf Platz eins ins Ziel kommen. „Es liegt weiter in unserer Hand“, freute sich Mark Lebedew.