Basketball

Alba muss auch in Oldenburg ein Dreier-Festival verhindern

Berlins Basketballteam kämpft im Norden um Platz drei

Es wird heftig, schon wieder. Das glaubt Alba Berlins Geschäftsführer Marco Baldi. Am Donnerstagabend kehrte er mit seiner Mannschaft nach dem unerwartet souveränen 91:83 bei Dinamo Sassari im Eurocup nach Berlin zurück. Keine 20 Stunden später saßen Baldi und das Basketballteam im Bus nach Oldenburg, wo sie am Sonnabend (20 Uhr) zum Spitzenspiel bei den dort ansässigen Baskets antreten. Alba ist punktgleich mit den Oldenburgern Tabellendritter und will diesen Platz mit einem Sieg im Norden unbedingt verteidigen.

Die Mannschaft habe sich mit dem Sieg auf Sardinien für das Rückspiel am kommenden Dienstag in der O2 World eine gute Ausgangsposition geschaffen, sagte Baldi: „Weil sie nicht nur wie gewohnt mit Leidenschaft und Intensität aufgetreten ist, sondern auch genau das umsetzen konnte, was sie sich vorgenommen hatte. Wenn uns das gelingt, sind wir richtig stark, und genau darauf wird es auch in Oldenburg ankommen, obwohl die Vorbereitungszeit wesentlich kürzer war.“

Fraglich ist allerdings, auf welche Art von Baskets Alba treffen wird, denn der Vorjahresfinalist gab in dieser Saison mehr als einmal Rätsel auf. Die Oldenburger verloren beispielsweise Anfang Januar das Hinspiel in Berlin deftig mit 65:89, schlugen aber nur drei Tage später – ohne den gesperrten Dru Joyce – Tabellenführer FC Bayern München 87:72. Zuletzt kam die Mannschaft des ehemaligen Alba-Spielers Sebastian Machowski 69:95 bei den Artland Dragons in Quakenbrück unter die Räder.

Trotz solcher Ausrutscher zählen die Oldenburger für Baldi zu den Geheimfavoriten, und bei ihnen anzutreten, sei „eines der schwersten Auswärtsspiele in der Liga“. Sein Team werde voll gefordert sein, weil bei den Baskets „alle Schlüsselpositionen mit sehr erfahrenen Spielern besetzt sind“.

Julius Jenkins in Topform

Dazu mit alten Bekannten wie beispielsweise Julius Jenkins, einstmals Leistungsträger im Alba-Trikot. Ohne die Rasta-Zöpfe und dafür mittlerweile kurzen Haaren spielt Jenkins mit jetzt 33 Jahren eine überragende Saison. Er ist mit dem beeindruckenden Wert von 50,9 Prozent getroffener Dreier der am meisten gefürchtete Distanzschütze der Liga.

Auch Joyce (45,6 Prozent) und Allrounder Rickey Paulding (41,2), der seine siebte Saison in Oldenburg spielt, werfen und treffen gern aus der Distanz – Oldenburg ist mit einer Quote 39,9 Prozent die zweitbeste Dreier-Mannschaft der Liga. Womit sich eine Parallele zum Spiel vom Mittwoch ergibt, als Alba die Dreier-Flut der Sarden eindämmte. Worum es geht, muss dem Team niemand groß erklären. Oldenburg ist direkter Konkurrent um einen bestmöglichen Platz für den Start ins Play-off.