Wintersport

Biathletin Lang wirft Bundestrainern Feigheit vor

Die Erfolge bleiben aus, und die zweite Garde feuert aus allen Lagen: Inmitten ihrer größten sportlichen Krise droht den deutschen Biathletinnen nun auch noch eine interne Schlammschlacht.

Die enttäuschende Vorstellung beim Weltcup in Pokljuka brachte das Fass zum Überlaufen, die nicht berücksichtigten Kathrin Lang und Nadine Horchler kritisieren Trainer und Teamkolleginnen aufs Schärfste.

„So feige sind die Bundestrainer“, schimpfte Lang via Facebook, „dass sie sich nicht trauen, Plätze mit Personen zu füllen, die sich schon mehrfach dafür angeboten haben, aber einfach nicht in ihr Konzept passen.“ Angesichts der zurzeit desaströsen Vorstellungen der Skijägerinnen scheinen bessere Resultate keine Zauberei zu sein. Nur bei den zwei Heimweltcups Anfang des Jahres in Oberhof und Ruhpolding erhielten beide eine Bewährungschance. Horchler wurde 29. – Lang endete auf Rang 72. „Es gibt klare Kriterien, beide haben ihre Chance erhalten“, rechtfertigt Bundestrainer Uwe Müssiggang die Entscheidungen.

Dass trotz aller Erfolglosigkeit am Personal festgehalten wurde und wird, versteht vor allem Lang nicht. Evi Sachenbacher-Stehle habe bei vier Sprintrennen dreimal die Qualifikation für das Verfolgungsrennen verpasst „und wurde trotzdem weiter mitgenommen“. Miriam Gössner, nach ihrem Radunfall 2013 gehandycapt, „kommt viermal gerade so unter die Top 60 und bekommt jeglichen Freiraum“.