Eishockey

Eisbären mit Sieg über Augsburg im Pre-Play-off

Berliner können jetzt sogar noch das Heimrecht sichern

Die Berliner Eisbären haben das erste Minimalziel dieser Saison erreicht, sie sind für das Pre-Play-off qualifiziert. Nach ihrem unerwartet klaren 6:1 (1:0, 3:0, 2:1 ) gegen die Augsburger Panther können sie in den zwei verbleibenden Spielen der Hauptrunde nicht mehr auf den elften Tabellenplatz zurückfallen, der das Saisonende bedeuten würde. 14.200 Zuschauer feierten ihr Team mit stehenden Ovationen. Gegen wen sie in einer Best-of-three-Serie versuchen werden, ins Viertelfinale einzuziehen, entscheidet sich in den Partien am Dienstag in Mannheim und oder spätestens am Freitag in Ingolstadt.

„Ich bin heute sehr zufrieden“, sagte Trainer Jeff Tomlinson erleichtert. „Alle wussten, wie wichtig dieses Spiel ist, und wir waren bereit zu kämpfen.“

Im entscheidenden Moment des Spiels hatte Hallensprecher Uwe Schumann keine Zeit für das übliche Ritual, mit dem Torschützen der eigenen Mannschaft gefeiert werden. Er hatte gerade die Rückennummer des Torschützen zum 2:0, T.J. Mulock, genüsslich ins Mikrofon gerufen, da stand es bereits 3:0 durch Barry Tallackson. Zwischen beiden Treffern, deren Schützen dann in Einem gefeiert wurden, lagen genau 33 Sekunden – die Fans konnten frühzeitig „Der EHC ist wieder da…!“ anstimmen.

Sicher ist, dass sich Schumann liebend gern unterbrechen ließ, denn mit dem Doppelschlag in der 23. Minute fand sich endlich auch auf der Anzeigentafel die Überlegenheit der Berliner wieder, die sie sich bereits im ersten Drittel erarbeitet hatten. Einziger Lohn war allerdings nur der Treffer der Gebrüder Braun. Laurin hatte abgezogen, Constantin den Abpraller verwertet (9.). „Ein frühes Tor ist schon wichtig“, erklärte der Torschütze, „dass ich es geschossen habe, ist schön, aber egal.“ Stehe es lange null zu null, laufe man halt immer Gefahr, den Erfolg erzwingen zu wollen.

Die Augsburger hatten eigentlich nur eine realistische Chance, noch ins Spiel zu kommen. Hätte Adrian Grygiel gleich zu Beginn des zweiten Drittels den seinem Team zugesprochenen Penalty verwandelt, wäre es der Ausgleich gewesen (21.). Aber er vergab, genau wie Florian Busch später auf der anderen Seite (36.). Da stand es allerdings bereits 4:0, Tallackson hatte zum zweiten Mal an diesem Nachmittag getroffen.

Auch Mulock traf ein zweites Mal (41.), das Tor zum 6:1 schoss Mads Christensen (52.). „So viele Tore geschossen zu haben, wird unserem Selbstbewusstsein sehr gut tun“, sagte Tomlinson. Daran ändere auch der Ehrentreffer der Gäste durch Ivan Ciernik zwölf Sekunden vor dem Ende nichts. Seine Eisbären haben ganz offensichtlich mit sieben Siegen in den letzten acht Spielen einen Lauf. Ihr nächstes Ziel: Mit Punkten in Mannheim und Ingolstadt das Heimrecht für das Pre-Play-off erkämpfen. So weit blickt aber keiner voraus. Tomlinson: „Unsere volle Konzentration gilt dem Spiel in Mannheim.“