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Der Versuch ist geglückt

Sebastian Arlt über die gute Mischung aus Sport und Show

Martin Seeber, der Veranstaltungschef, hatte vorher erklärt: „Es ist für uns alle ein Versuch. Wir müssen sehen, wie was funktioniert.“ Nach der Premiere des Istaf Indoor kann jedoch konstatiert werden: Versuch geglückt. Die Mischung aus Sport und Show, Leistung und Lightshow war insgesamt stimmig. Vielleicht war es dem einen oder anderen ein bisschen zu viel Show und ein bisschen zu wenig Sport, ein paar Mal geriet der Ablauf sicher zu langatmig. Aber da können für die Zukunft die Gewichte ja schon noch verschoben werden.

Die Leichtathletik ist auf der Suche nach neuer Attraktivität, sie muss Mut zu Veränderungen, zu Innovationen haben. Allein, dass in die O2 World nicht nur Hardcore-Leichtathletik-Fans kamen, sondern auch Eventpublikum dabei war, zeigt in die richtige Richtung. Die Hallenbetreiber aus Hamburg und Köln waren in Berlin interessierte Beobachter, sie planen in ihren Arenen Ähnliches. Insofern konnten sie vom ersten Istaf Indoor wichtige Erkenntnisse mitnehmen. Auch, dass Berlin nach dem Freiluft-Istaf, dem Marathon und „Berlin fliegt“ vor dem Brandenburger Tor nun ein weiteres spektakuläres Event zu bieten hat, das den Ruf als Hauptstadt der deutschen Leichtathletik stärkt. Da ist es nur folgerichtig, dass die Europameisterschaft 2018 auf der blauen Bahn des Olympiastadions stattfinden wird.