Entzug

Nun auch Hackett: Australien zittert um kranke Olympiahelden

Nach Ian Thorpe hat sich ein weiterer ehemaliger australischer Schwimmstar in eine Klinik begeben.

Der dreimalige Olympiasieger und zehnfache Weltmeister Grant Hackett ließ sich in eine Entzugsklinik in den USA fliegen, um sich gegen seine Sucht nach dem Schlafmittel Stilnox behandeln zu lassen. Der 33 Jahre alte Hackett war am Wochenende in der Nacht teilweise nackt in einem Hotel in Melbourne fotografiert worden, als er seinen vierjährigen Sohn suchte.

Hackett selbst gab bei seiner Ankunft in Los Angeles zu Protokoll, er sei für einen „Rückzug“ gekommen: „Ich nenne das definitiv nicht Entzug. Dies ist ein Rückzug, um für eine Weile wegzukommen, die Batterien aufzuladen. Das hatte ich schon lange geplant.“ Hacketts Vater Neville sagte dem Radiosender Triple M, sein Sohn verdränge das Problem: „Ein Entzug ist definitiv etwas, das getan werden muss.“

Erst vor drei Wochen war bekannt geworden, dass Australiens fünfmaliger Schwimm-Olympiasieger Thorpe, wie Hackett ein Held der Spiele von Sydney 2000, wegen Depressionen in einer Klinik behandelt wird. Der 31-Jährige stand nach einer Schulterverletzung seinem Manager James Erskine zufolge unter dem Einfluss von Antidepressiva und Schmerzmitteln. Thorpe war auf einer Straße in Sydney orientierungslos von der Polizei aufgegriffen worden.