Volleyball

BHC-Frauen wollen beim Europacup trotz Personalnot den Titel

Die Reisegruppe war kleiner als erhofft. Gerade einmal neun Spielerinnen traten am Donnerstagmorgen den Trip von Berlin nach Cambrai an.

Aber die Ziele des Berliner HC beim Hallenhockey-Europacup in Nordfrankreich sind trotz des dezimierten Kaders hoch. „Das Ziel kann nur Titelgewinn lauten“, sagte Trainer Carsten Zilkenat voller Selbstvertrauen.

Wie gut sich der Sieg auf europäischem Parkett anfühlt, kennt der BHC. Bereits 1993 und 2012 triumphierten die Berlinerinnen in dem renommierten Wettbewerb, für den sie sich als Meister 2013 qualifiziert hatten. Allerdings ist die Mannschaft, die heute im ersten Gruppenspiel auf den ukrainischen Meister MSC Sumchanka trifft, international eher unerfahren. Die Nationalspielerinnen Lena Jacobi und Lena Andersch sind derzeit mit der deutschen Auswahl in Malaysia, Torjägerin Kerstin Witt fällt mit Knieproblemen aus.

Der Coach sieht die Personalnot aber nicht als Nachteil. „Die Mädels sind hochmotiviert“, sagte er. Der Europacup sei eine Herausforderung, aber zugleich auch eine Chance. „Viele der jungen Spielerinnen sind zum ersten Mal dabei“, sagte Zilkenat, dessen Team im zweiten Spiel auf den spanischen Champion Club de Campo Madrid trifft. Zum Abschluss der Vorrunde muss der Hauptstadtklub am Sonnabend gegen den österreichischen Titelträger HC Wels antreten. Zum Einzug ins Halbfinale muss der BHC mindestens Gruppenzweiter werden. Die Platzierungsspiele finden am Sonntag statt.