Nicht konkurrenzfähig

FES-Direktor räumt nach Bob-Debakel strategische Fehler ein

FES-Direktor Harald Schaale hat „strategische Fehler“ beim Bau des offensichtlich nicht konkurrenzfähigen Zweierbobs „208“ zugegeben, die Alleinschuld für das Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) aber zurückgewiesen.

„Eine große neue Olympiaflotte mit einer Prototypen-Phase in zwei Jahren fertigzustellen, war vielleicht doch zu kühn“, sagte Schaale der „SZ“. Nach dem schlechtesten Ergebnis der Zweierbob-Männer seit 58 Jahren war massive Kritik laut geworden. Top-Anschieber Kevin Kuske hatte den Schlitten sogar einen Trabi genannt.

Doch es gibt Hoffnung: Die deutschen Viererbob-Piloten haben sich im ersten Training zurückgemeldet. Viererbob-Weltmeister Maximilian Arndt landete in den beiden Läufen am Mittwoch auf den Plätzen drei und vier. Thomas Florschütz kam auf die Ränge acht und fünf, Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich auf die Plätze vier und acht.

Die deutschen Bobpilotinnen blieben am Mittwoch aber medaillenlos: Beim Zweierbob-Rennen wurde Sandra Kiriasis mit Anschieberin Franziska Fritz Fünfte. Cathleen Martini und Christin Senkel wurden Siebte, Anja Schneiderheinze und Stephanie Schneider Zehnte. Gold holte sich Vancouver-Siegerin Kaillie Humphries aus Kanada vor Elana Meyers und Jamie Greubel (USA).