Fußball

Bremen gibt mit Remis gegen Gladbach ein Lebenszeichen

Robin Dutt war die Erleichterung nach der späten Erlösung anzusehen.

Der Trainer von Werder Bremen musste erst mal ordentlich pusten, bevor er über diese hektische Partie mit dem späten Traumtor von Ludovic Obraniak (88.) beim 1:1 (0:1) gegen Borussia Mönchengladbach reden konnte.

„Das Stadion hat den Ball zum Ausgleich förmlich ins Tor geschrien“, sagte Dutt nach dem wichtigen Punktgewinn im Abstiegskampf und philosophierte: „Der Punkt ist ein kleiner Schritt in der Tabelle, aber hoffentlich ein großer für die Moral.“ Die Hanseaten bleiben Tabellen-13. mit zunächst vier Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang.

Trotzdem: Bremen bleibt 2014 sieglos und hat überhaupt nur eines der vergangenen zehn Bundesliga-Spiele gewonnen. Deshalb warnte Dutt auch vor unangebrachter Euphorie: „Wir sollten gelassen und ruhig bleiben, aber mit dem absoluten Willen, den wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben.“

Während sich die Bremer ein wenig wie Sieger fühlen durften, sahen die Gladbacher nach dem ersten Punktgewinn in der Rückrunde wie Verlierer aus. Torwart Andre ter Stegen und seine Kollegen stapften völlig bedient und kommentarlos in die Kabine.

Der Tabellenfünfte wartet nun schon seit sechs Partien auf einen Sieg – eine so lange Negativserie gab es unter Trainer Lucien Favre noch nie. So droht der Traum von der Champions League zu platzen. Werder schöpfte im Abstiegskampf dagegen neuen Mut.