Ski-Langlauf

Weltcup-Führende Herrmann scheitert schon im Halbfinale

Nachdem ihr olympischer Traum jäh geplatzt war, hockte Denise Herrmann (Oberwiesenthal) fassungslos im Schnee.

Die Hoffnungsträgerin der kriselnden deutschen Skilangläufer hatte ausgerechnet bei Olympia erstmals in dieser Saison ein Sprint-Finale verpasst. „Es sollte einfach nicht sein“, sagte Herrmann nach ihrem Halbfinal-Aus. Zuvor war Hoffnungsträger Josef Wenzl (Zwiesel) bereits in der Qualifikation gescheitert. Die 25 Jahre alte Herrmann, die als Weltcup-Führende in den Kaukasus gereist war, befand sich in bester Gesellschaft: Norwegens Superstar Marit Björgen stürzte in Herrmanns Halbfinale und musste den Traum von sechsmal Gold bei den Spielen im Kaukasus vorzeitig begraben. Gold sicherte sich Norwegens WM-Dritte Maiken Falla vor ihrer Teamkollegin Ingvild Östberg und der Slowenin Vesna Fabian. Die Norwegerin Astrid Jacobsen, deren Bruder am Freitag verstorben war, kam im Finale auf Rang vier.

Der 29-jährige Oberbayer Wenzl, ebenfalls als Weltcup-Führender in Sotschi angetreten, verpasste als 31. der Qualifikation das Viertelfinale um 12 Hundertstelsekunden. „Ob es nun eine Hundertstel oder eine Tausendstel ist, raus ist raus“, sagte Wenzl. Auch bei den Männern ging der Sieg nach Norwegen: Ex-Weltmeister Ola Vigen Hattestad triumphierte vor den Schweden Teodor Peterson und Emil Jönsson. Kurios: Gleich drei der Finalisten waren in einer der Kurven gleichzeitig gestürzt.