Fußball

Belohnung kurz vor Schluss

Durch ein 1:0 in Frankfurt erreicht Dortmund das DFB-Pokal-Halbfinale

Für einen kleinen Tanz vor der Gästekurve war noch Luft, dann war es aber auch gut für Sebastian Kehl und seine Teamkollegen. „Wir haben verdient gewonnen und sind natürlich froh, dass wir es in 90 Minuten geschafft haben“, sagte der Kapitän von Borussia Dortmund nach dem 1:0 (0:0) im Viertelfinale des DFB-Pokals bei Eintracht Frankfurt. Pierre-Emerick Aubameyang sorgte mit seinem Tor in der 83. Minute für die Entscheidung in einem intensiven Spiel. Gut also, dass die Dortmunder Kräfte sparen konnten. Kommenden Sonnabend treffen beide Teams wieder in der Bundesliga aufeinander.

51.500 Zuschauer in der ausverkauften Frankfurter Arena sorgten für prickelnde Atmosphäre – und wurden mit Angriffsfußball belohnt. Ein offenes Visier hatte Eintracht-Coach Armin Veh angekündigt. Mit Druck spielten die Hessen nach vorne, ohne jedoch im BVB-Strafraum für Gefahr zu sorgen. Bis Abpfiff sollten die Bemühungen des Gastgebers nicht belohnt werden. „Ich kann jetzt nichts Positives mitnehmen. Wir haben verloren und damit ist man im DFB-Pokal raus“, sagte Eintracht-Kapitän Alexander Meier.

Der BVB startete immer wieder schnelle Gegenangriffe über Aubameyang und Robert Lewandowski. Carlos Zambrano und Alexander Madlung hatten in der Eintracht-Defensive reichlich Arbeit. Henrich Mchitarjan taten seine beiden Tore vom Wochenende beim 5:1 gegen Werder sichtbar gut. Der Armenier war an vielen BVB-Aktionen beteiligt. Erstmals gefährlich wurde es bei einem Kopfball von Aubameyang, den Sebastian Rode (23.) über die Latte bugsierte. Die größte Eintracht-Chance der ersten Halbzeit vergab Rode (30.), der eine Hereingabe von Sebastian Jung nicht einschieben konnte. Anschließend kamen Kehl (37.), Mchitarjan (38.) und wieder Großkreutz (39.) für den BVB zu Möglichkeiten.

Nach der Halbzeitpause drückten die Frankfurter wieder mehr. Aber wieder war es Rode (58.), den beim Abschluss in guter Position technische Mängel um den Torerfolg brachten. Die Partie wurde aber auch nickliger. Besonders Zambrano und Lewandowski lieferten sich ein Privatduell am Rande der Legalität.

Taktik prägte anschließend das Geschehen. Die Aussicht einen großen Schritt nach Berlin nicht fahrlässig verspielen zu wollen, kam wohl allen ins Bewusstsein. Dortmund wagte in der Schlussphase als erstes Team wieder mehr und wurde belohnt. Aubameyangs Kopfball aus kurzer Distanz konnte Rode auf der Linie stehend nicht mehr aufhalten. Der Gabuner feierte standesgemäß mit seinem Torsalto.