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Höfl-Riesch mit Gottes Kraft

Schwere Aufgabe Nach ihrem Job als Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier wartet nun eine deutlich härtere Aufgabe auf Maria Höfl-Riesch, 29. Am Montag startet die Ski-Hoffnung in der Super-Kombination aus Abfahrt und Slalom. Eine Disziplin, in der sie unter normalen Umständen kaum zu schlagen ist: 2010 in Vancouver gewann sie Gold, auch bei der WM 2013. Doch nach dem letzten Abfahrtstraining am Sonntag belegte die Bayerin nur den sechsten Rang –1,18 Sekunden hinter der Bestzeit. „Das wird eine riesengroße Herausforderung hier“, meinte sie. Und auch der Slalom-Hang könnte ihr nicht so liegen. „Es soll richtig steil losgehen, was ich nicht so gern mag.“

Favoriten Beste Chancen auf den Sieg hat laut Höfl-Riesch die Österreicherin Nicole Hosp, Schnellste im Abfahrtstraining. Dazu kämen Tina Maze (Slowenien), Marie-Michèle Gagnon (Kanada) sowie Anna Fenninger und Michaela Kirchgasser (Österreich). In Tina Weirather hat sich womöglich eine gefährliche Konkurrentin verabschiedet. Die Liechtensteinerin stürzte und erlitt eine Schienbeinkopfprellung. Ihr Start ist fraglich.

Beistand Unterstützung erhält Höfl-Riesch aus der Heimat. „Maria ist sehr froh, wenn ich sie in meine Gebete einschließe“, sagte ihre frühere Grundschullehrerin Schwester Immanuela der Münchner „Abendzeitung“. Höfl-Riesch, laut der Ordensfrau besonders gut in Deutsch, war in derselben Grundschulklasse wie Slalomspezialist Felix Neureuther. Beide Kinder hätten nie Anlass zur Klage gegeben. Höfl-Riesch habe ihre religiöse Erziehung mit in ihr Leben und den Sport getragen. Der Glaube habe für den Skistar große Bedeutung, „er gibt ihr Kraft und er gibt ihr Halt“.