Tabellenkampf

Den BR Volleys helfen im Kampf um Platz eins nur noch Siege

Wer etwas über die Stärke der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen erfahren möchte, der muss nur die Spieler des Deutschen Meisters fragen.

Wen muss man denn besonders beachten? Vor Jenia Grebennikov, dem Libero der Schwaben, warnt Martin Krystof von den BR Volleys vor dem Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag (16 Uhr, Schmeling-Halle). Valentin Bratoev und Ventceslav Simeonov, „beide sehr stark“, ergänzt der Berliner Kawika Shoji, „aber auch Baptiste Geiler und Max Günthör“, schiebt er gleich hinterher. Würde man nachhaken, hätte man am Ende vermutlich den ganzen VfB-Kader durch. Fest steht jedenfalls, was Trainer Mark Lebedew sagt: „Sie sind ein Stück stärker als vergangene Saison.“ Und da unterlagen die „Häfler“ im Meisterschaftsfinale erst nach schwerem Kampf in vier Spielen.

Damals hatten die BR Volleys den Heimvorteil im Play-off als Tabellenerster auf ihrer Seite. Danach sieht es in dieser Saison nun nicht unbedingt aus. Es sei denn: Der Titelverteidiger gewönne seine verbleibenden acht Spiele in der Bundesligarunde allesamt mit 3:0 oder 3:1. Dann wäre Platz eins doch noch gesichert. Der erste Schritt gelang gegen Aufsteiger VSG Coburg/Grub gestern mit einem 3:0 (25:18, 25:21, 25:19)-Sieg.

Für Lebedew ist dieser erste Platz „realistisch. Wir haben es ja in den eigenen Händen.“ Die Partie gegen den zwölfmaligen Deutschen Meister sieht er dabei als „Schlüsselspiel“ an, um das ambitionierte Ziel zu erreichen. Bange machen gilt nicht, trotz des 0:3 im Hinspiel. Da verloren die Berliner die ersten beiden Sätze sehr knapp, die BR Volleys bestritten dort ihr sechstes Auswärtsspiel in Serie und waren ausgelaugt von der vielen Reiserei. Und die Mannschaft vom Bodensee hatte einen starken Tag erwischt. Lebedew: „Die Niederlage war eine Kombination aus allem.“

Aber diesmal haben die BR Volleys Heimvorteil. Die Schmeling-Halle soll voll werden und den Gastgebern das Gewinnen erleichtern. Deshalb gibt es eine Aktion, um weitere Fans anzulocken. Ab zwei Stunden vor Spielbeginn kann Altpapier gegen Tickets getauscht werden: Für drei Kilogramm gibt es ein Ticket, für sechs deren zwei. Mehr als zwei Karten pro Person werden nicht vergeben; und Tickets gibt es nur, solange der Vorrat reicht. Aber ob das reicht? Lebedew ist optimistisch: „Die sind nicht besser als wir.“ Auch Shoji hat noch ein Argument, bei allem Respekt: „Wir sind zweimal Deutscher Meister“, sagt der Hawaiianer, „wir sind sehr stark!“