Volleyball

BR Volleys gelingt die Revanche gegen Düren

Beim 3:0-Sieg überzeugt Youngster Ruben Schott

Zwei Sätze lang mögen sich die gut 3000 Zuschauer in der Schmeling-Halle gewundert haben: Wieso nur hatten die BR Volleys das Bundesliga-Hinspiel in Düren 1:3 verloren? Gegen so eine Mannschaft? Zu überlegen wirkte der Deutsche Meister am Montagabend. Doch am Ende der Partie wurde es tatsächlich noch einmal spannend, ehe der 3:0 (21:14, 21:12, 26:24)-Sieg feststand. Die Berliner rückten durch diesen Erfolg auf Rang drei der Tabelle vor, die Westdeutschen bleiben Fünfter.

Berlins Trainer Mark Lebedew überraschte mit seiner Startformation, in der Sebastian Kühner, Felix Fischer und zum ersten Mal gegen einen Kontrahenten aus der oberen Tabellenhälfte auch Ruben Schott stand. Doch das Trio überzeugte, wie anfangs das gesamte Team. Aufschlagstark, aufmerksam im Block, konzentriert in Annahme und Abschluss – Düren war chancenlos.

Erst dann schlich sich ein kleiner Schlendrian rein, schon waren die unorthodox spielenden Gäste auf Augenhöhe. „Das ist oft so, dass sich bei einer 2:0-Führung ein Trott einstellt, das ist gefährlich“, sagte Manager Kaweh Niroomand, ohne es mit der Kritik zu übertreiben. Zu positiv war der Auftritt insgesamt. Besonders jener des zum wertvollsten Spieler gekürten Stellers Kühner. Und jener von Schott.

„Ein bisschen nervös“ sei er gewesen, gab der 19-Jährige zu. „Aber ich denke, ich habe meine Sache ganz gut gemacht.“ Vor allem im zweiten Satz, als ihm alles zu gelingen schien. Er schlug gefährlich auf, machte in der Annahme kaum Fehler und punktete im Angriff mit seinen Schmetterschlägen, dass es eine Freude war. Jedenfalls für seinen Trainer. „Ruben ist ein sehr guter Spieler“, lobte Lebedew, „er ist sogar noch stärker, wenn er mutiger im Angriff spielt“. Aber die Vorsicht ist auch verständlich – wer will schon gleich bei seiner ersten großen Bewährungsprobe mit dummen Fehlern auffallen?

Schott sah seine und Kühners Aufstellung auch als Lohn für ihre ordentliche Leistung bei der Champions-League-Partie in Kasan. Lebedew blickte dagegen schon nach vorn: „Das wird eine schwere Woche.“ Am Donnerstag wartet Coburg und am Sonntag dann das Topspiel gegen Tabellenführer Friedrichshafen. Dort werden Kühner und Schott eher nicht starten, „aber sie haben heute ihre Aufgabe hundertprozentig erfüllt“. Das können die Dürener sicher nur bestätigen.