Diskussion

Lehmann redet sich um Kopf und Kragen

Der ehemalige deutsche Fußball-Nationaltorhüter Jens Lehmann hat sich bei einer Diskussion über homosexuelle Profis um Kopf und Kragen geredet.

Über Thomas Hitzlsperger, der sich Anfang Januar geoutet hatte, sagte der 44-Jährige beim TV-Sender Sky, er sei „ein Spieler, der von seiner Spielweise überhaupt nicht den Anlass gegeben hätte, dass man hätte denken können, da ist irgendetwas“. Welche Vorurteile Lehmann über Homosexuelle hat, ließ er auch wissen: „Man assoziiert ja mit Homosexuellen leider immer, dass sie etwas weicher sind. Bei ihm war das nicht so.“

Auf die Frage, wie er reagiert hätte, wenn sich Hitzlsperger während ihrer gemeinsamen aktiven Zeit geoutet hätte, sagte Lehmann: „Komisch, glaube ich. Man duscht jeden Tag zusammen.“ Beide spielten von Sommer 2008 bis Januar 2010 beim VfB Stuttgart zusammen. „Ich weiß nicht, was ich gedacht hätte, wenn ich mit jemandem zusammengespielt hätte, den ich tagtäglich gesehen hätte: beim Duschen, in Zweikämpfen.“ Fußball sei schließlich noch immer eine „Männerwelt“, so Lehmann.