Tennis

Spaßvogel Li Na gewinnt endlich die Australian Open

Mit der Trophäe in der Hand fand Li Na ihre Lockerheit wieder.

Auf dem Centre Court der Rod-Laver-Arena war die Chinesin zuvor beim Versuch, die Australian Open zu gewinnen, fast verkrampft. Doch nachdem sie die Slowakin Dominika Cibulkova im Endspiel von Melbourne mit 7:6 (7:3), 6:0 bezwungen hatte, fiel alle Last von ihr ab. In ihrer Siegesrede zeigte sie jenen Humor, der sie in Australien so populär gemacht hat. „Danke an meinen Agenten, du hast mich reich gemacht“, begann die 31-Jährige. Dann wandte sich die French-Open-Siegerin von 2011 an ihren Ehemann Jiang Shan: „Danke, dass du alles für mich aufgegeben hast. Du bist ein netter Kerl“, sagte sie unter dem Gelächter der 15.000 Tennisfans. „Aber du hast auch verdammt viel Glück, dass du mich gefunden hast.“

Auf dem Platz war von Schlagfertigkeit zunächst nichts zu sehen. Li Na wirkte übernervös. Der Nummer vier der Welt war der Druck anzumerken, im dritten Finalanlauf endlich in Melbourne zu gewinnen. Zwar gelang ihr ein schnelles Break zum 1:0, doch zum 3:3 musste sie ihrerseits ihren Aufschlag abgeben. Da sie auch nach einem Break zum 6:5 direkt danach ihr Service nicht halten konnte und sogar einen Satzball vergab, fiel die Entscheidung im Tiebreak. Dort hatte Li Na ihre Nerven endlich im Griff und sicherte sich nach 70 Minuten den ersten Durchgang. Der zweite war dann wie ein Spaziergang zum Triumph.