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Neureuther zwischen Ärger und Freude nach Platz zwei

Felix Neureuther boxte verärgert mit der rechten Faust durch die Luft. Erst knapp zwei Minuten nach dem knapp verfehlten Weltcup-Sieg konnte er wieder lachen – und sogar jubeln über seinen zweiten Rang beim Slalom in Wengen.

„Zweiter Platz ist super, hallo, das ist überragend“, sagte der Vize-Weltmeister. Drei Wochen vor Olympia stimmt die Form – auch bei Fritz Dopfer, der mit Rang sieben sein bestes Slalom-Ergebnis in diesem Winter einfuhr.

Vorjahressieger Neureuther trauerte aber ein bisschen einem vergebenen dritten Saisonsieg hinterher. „Es ärgert mich, dass ich es leider im ersten Lauf verloren habe“, da sei er „ein bisserl so rumgefahren“, sagte der 29-Jährige. Der Finallauf aber passte. Bei aufgeweichter Piste fuhr Neureuther noch von Rang drei nach vorn, lediglich der Franzose Alexis Pinturault war 0,34 Sekunden schneller. Dritter wurde Marcel Hirscher nach einem Beinahe-Einfädler. Der Österreicher bleibt aber Weltcup-Erster.

Alle Akteure kämpften mit einer Piste, der die warmen Temperaturen in Wengen in den vergangenen Tagen zugesetzt hatten. „Wasserski“, nannte es ARD-Kommentator Markus Wasmeier. Immerhin: Es wurde gefahren. Maria Höfl-Riesch hatte dagegen Pech. In Cortina d’Ampezzo ging für die Frauen wegen Schneefalls überhaupt nichts, dort sollen ab Donnerstag nun vier Rennen gefahren werden. Die Männer-Wettbewerbe in Garmisch-Partenkirchen am 1. und 2. Februar wurden bereits nach St. Moritz in die Schweiz verlegt.