Tischtennis

Eastside macht großen Schritt Richtung Finale der Champions League

Am Ende ging plötzlich alles sehr schnell, was überhaupt nicht zu den vorangegangenen Matches in diesem Halbfinal-Hinspiel der Champions League passte.

Shan Xiaona fertigte die Tschechin Iveta Vacenovska mit 11:1, 11:9, 11:6 förmlich ab und sicherte damit den Siegpunkt zum 3:1-Erfolg des TTC Eastside gegen Titelverteidiger Linz AG Froschberg. Zuvor hatte es noch ein zähes Ringen um jeden Punkt gegeben, doch nun scheinen die Chancen der Berliner Frauen glänzend, erneut ins Finale einzuziehen. 2012 hat Eastside die europäische Königsklasse bereits einmal gewonnen. Die Österreicherinnen stehen im Rückspiel in einer Woche jedenfalls jetzt mächtig unter Druck.

Den hatten sie zunächst selbst erzeugt, weil sie überraschend ihre Nummer eins Liu Jia ins erste Spiel gegen Shan geschickt hatten. Der Plan ging auf, denn die 31. der Weltrangliste gewann 3:2 (11:7, 7:11, 11:9, 11:13, 11:9) gegen Shan, die beim Stand von 9:9 im fünften Satz einen vorentscheidenden Fehlaufschlag fabrizierte. Doch anschließend überwand die Ungarin Gina Pota nach hartem Kampf Vacenovska (7:11, 11:9, 14:12, 11:9). Auch im Duell zweier deutscher Nationalspielerinnen hatte die Berlinerin Irene Ivancan beim 3:1 (12:10, 5:11, 11:9, 11:4) gegen Petrissa Solja den Erfolg auf ihrer Seite. Und als Shan im Freizeitforum Marzahn ihren Matchball verwandelt hatte, war auch des Missgeschick des Fehlaufschlags schon vergessen.