Eishockey

Eisbären glänzen in Krefeld mit bestem Auswärtsspiel der Saison

Die Frage, wie es denn um seinen Coach Jeff Tomlinson bestellt ist, wird Eisbären-Manager Peter-John Lee vorerst nicht mehr so oft zu hören bekommen. Sein Team verschaffte sich mit einem kaum erwarteten Sechs-Punkte-Wochenende Luft. Dem 3:2 am Freitag gegen Mannheim ließ der Meister am Sonntag ein 7:3 (2:0, 3:2, 2:1) bei den Krefelder Pinguinen folgen, dem Tabellendritten. Es war der erste Auswärtssieg der Eisbären seit dem 8. Dezember (5:3 in Schwenningen) und die bei weitem üppigste Torausbeute auf fremden Eis in dieser Saison.

Es habe jetzt wohl „Klick gemacht“, sagte Laurin Braun und strahlte: „Das war mit unser bestes Auswärtsspiel. Wir haben das Spiel einfach gehalten, alles gegeben und schlau gespielt.“

Wenn keine Logos und Namen auf den Trikots gewesen wären, hätte man von Beginn an die Eisbären für die Heimmannschaft halten können. Sie waren es, die öfter den direkten Weg zum Tor suchten. Nachdem Berlins Torwart Sebastian Elwing gegen Andreas Driendl gerettet hatte, erspielten sich fortan die Eisbären die klareren Chancen und nutzten sie gegen Ende des ersten Drittels auch konzentriert. Gleich nach dem 1:0 durch Alex Trivelatto (16.) hätte Barry Tallackson erhöhen können, traf aber nur das Lattenkreuz. Während der zweiten Krefelder Strafzeit musste Elwing nicht eingreifen, vielmehr durfte er das 2:0 bejubeln, das Mark Bell seinem aufgerückten Verteidiger Shawn Lalonde aufgelegt hatte (19.).

Um keine Antwort verlegen

Dass die Pinguine in eigener Halle in der Folge versuchen würden, das Geschehen zu drehen, war klar. Viel überraschender war, was die in den vergangenen Wochen wenig souveränen Berliner dem entgegenzusetzen hatten. Dem 2:1 durch Sinan Akdag (23.) ließ Laurin Braun bald das 3:1 (28.) folgen. Den erneuten Anschlusstreffer der Gastgeber (3:2/29.) beantworteten Darin Olver (37.) und Mads Christensen (38.) gar mit einem Doppelschlag zum 5:2.

Ein Drei-Tore-Rückstand ist im Schlussdrittel schon oft egalisiert worden, die Pinguine aber blieben weit davon entfernt. Nach den Toren von Daniel Pietta (5:3/41.) und T. J. Mulock (6:3/44.). setzte Tallackson den Glanzpunkt des Nachmittags. Er traf zum 7:3 (55.) in Unterzahl, als Bell für gleich vier Minuten auf der Strafbank schmorte. Schon am Dienstag geht es für die erstarkten Eisbären weiter. Da kommen die artverwandten Grizzlies aus Wolfsburg in die O2 World (19.30 Uhr).