DEL

Hördler schießt die Eisbären zum Sieg gegen Mannheim

Es gibt ein paar Dinge im Eishockey, die trotz allen Wandels der Zeiten konstant bleiben.

Dazu gehört etwa, dass Mannschaften, die von Hans Zach trainiert werden, besonderen Wert auf die Defensive legen. Selbst nach fast vier Jahren Pause der Trainerlegende, die seit Beginn des Jahres bei den Adlern Mannheim an der Bande steht, konnte man sich also gut auf das einstellen, was einem beim Gastspiel der Kurpfälzer beim EHC Eisbären erwartete: Kein großes Spektakel, dafür konsequente Arbeit vor dem eigenen Tor. Die fiel jedoch nicht gut genug aus, die Eisbären setzten sich mit 3:2 (0:1, 1:0, 2:1) durch und beendeten ihrer Niederlagenserie von vier Spielen in der Deutschen Eishockey-Liga.

Eisbären-Trainer Jeff Tomlinson wusste sehr genau, was auf seine Mannschaft zukommt. „Das Spiel wird in der neutralen Zone entschieden, die machen die Adler total dicht“, sagte er. Im Training ließ er deshalb gesondert üben, wie dieses Bollwerk zu überwinden ist. Das gelang dem Tabellenneunten dann recht ordentlich, die Berliner waren sehr bemüht und spielten mehr auf das Tor der Gäste. Allerdings, genau so kennt man es von Zachschen Teams, waren die Adler bei Fehlern sofort bereit, Jochen Hecht traf per Konter zur Führung (13.).

Viel passierte danach lange nicht auf dem Eis, Mannheim verhielt sich weitgehend passiv. Die Eisbären waren engagierter, verschenkten aber öfter einen guten Aufbau durch schlechte letzte Pässe, die am geplanten Abnehmer vorbeirutschten. Mit Mannheimer Mithilfe gelang dennoch der Ausgleich: Daniel Weiß schoss Torhüter Dennis Endras an, der lenkte den Puck zum Ausgleich ins Netz (29.).

Anschließend gingen die Berliner selbst per Konter in Führung, Mads Christensen, einer von zwei Rückkehrern – was die Verletztenliste auf sieben Akteure schrumpfen ließ –, erzielte das 2:1 (43.). Doch nur 24 Sekunden später glich Marc El-Sayed aus. Auf den Treffer von Frank Hördler zum 3:2 (52.) hatten die Adler jedoch keine Antwort, was den Berlinern im Kampf um das Play-off etwas Luft verschafft. Tomlinson freute sich: „Die Mannschaft hat nie aufgegeben und immer an sich geglaubt.“