Resonaz

Wenig Zuspruch für Hitzlsperger von früheren Mitspielern

Im Zuge des Coming-Outs von Thomas Hitzlsperger hat der Berliner Fußball-Verband (BFV) zusammen mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) den Leitfaden „Rote Karte für Homophobie“ für Fußballvereine veröffentlicht.

„Homophobie ist im Fußball keine Randerscheinung, die man übergehen kann, sondern von der Bundesliga bis in die Kreisklasse eine ernst zu nehmende Tatsache. Mit Aufklärungsarbeit und einer Null-Toleranz-Politik können alle im Fußball dabei helfen, ein Miteinander zu schaffen, das keinen aufgrund seiner sexuellen Identität ausschließt.“

Der Zuspruch für Hitzlsperger ist nach wie vor riesig, von DOSB-Generalsekretär Michael Vesper wird er gar als „Eisbrecher“ gewürdigt – die Resonanz bei den ehemaligen Fußball-Kollegen hält sich jedoch in Grenzen. Gerade einmal zwei frühere Mitspieler hätten sich bisher bei ihm persönlich gemeldet, sagte der 31-Jährige.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will trotz Thomas Hitzlspergers Coming-out derzeit keine weiteren Vertrauenspersonen zur Unterstützung schwuler Profis einstellen. „Der Fußball ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und muss sich mit dem, was er leisten kann, einbringen. Im Moment sehe ich allerdings keine Notwendigkeit, neue Strukturen zu schaffen“, sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch im Münchner Merkur.