Volleyball

Scott Touzinsky beim Sieg der BR Volleys Spieler des Abends

Er hatte sich so auf seine Rückkehr gefreut.

In den vergangenen beiden Spielzeiten war Björn Höhne mit den BR Volleys Deutscher Meister geworden, als gebürtiger Berliner einer der Lieblinge des Publikums gewesen. 3725 Fans in der Schmeling-Halle begrüßten ihn auch freundlich, als er am Mittwochabend als einer der Stars des TV Bühl vorgestellt wurde. Doch das sportliche Resultat im Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga konnte dem 22-Jährigen nicht gefallen. Die Gäste aus Süddeutschland waren außer im ersten Satz bei ihrer 0:3 (23:25, 15:25, 19:25)-Niederlage chancenlos. In der Tabelle bleiben sie dennoch Dritter, einen Rang vor Berlin.

„Berlin war Favorit, große Hoffnungen haben wir uns sowieso nicht gemacht“, sagte Höhne, „es ist klar, wenn man so viele Fehler macht wie wir heute, dann geht das schief.“ Wobei: So schlecht war der Beginn gar nicht für den TV Bühl. Bis zum 22:22 waren beide Mannschaften gleichwertig. Dann funktionierte zum ersten Mal die Berliner Blockabwehr, Robert Kromm schickte einen platzierten Schmetterschlag hinterher, und auch den zweiten Satzball verwandelte der 29-Jährige präzise.

Damit war die Gegenwehr der erbärmlich schwach servierenden Gäste schon fast dahin. Eine starke Aufschlagserie des zum besten Spielers des Abends gekürten Scott Touzinsky mit sieben Punkten in Folge führte im zweiten Durchgang zu einer beruhigenden 16:8-Führung. Kurz darauf begann Berlins Trainer Mark Lebedew schon mit personellen Wechseln, setzte peu a peu seine komplette zweite Formation ein. „Die ist leider auch sehr stark“, weiß Höhne, „und die nutzen das gnadenlos aus, wenn der Gegner Schwächen zeigt.“

Der Rest war zur Freude für die Zuschauer eine Routineübung für die Gastgeber, die mit druckvollen Aufschlägen und immer besser werdenden Blocks dem Kontrahenten den Mut nahmen. „Gut, dass alle zum Einsatz kamen“, sagte Jung-Nationalspieler Sebastian Kühner, „wir haben schwere Spiele vor uns, und da werden alle gebraucht.“ Und Björn Höhne konnte sich ein bisschen damit trösten, dass er von Lebedew zum Besten in den Reihen des TV Bühl gewählt wurde.