Podestplatz

Sachenbacher führt Biathlon-Staffel in Ruhpolding zu Silber

Erst sah es nach einem Debakel aus, dann konnten die deutschen Biathletinnen doch noch feiern.

Dank einer furiosen Aufholjagd und einer starken Evi Sachenbacher-Stehle haben sich die Skijägerinnen im dritten Staffelrennen des Olympiawinters den dritten Podestplatz gesichert. Mit Rang zwei in Ruhpolding untermauerte das Team 44 Tage vor dem Olympia-Rennen eindrucksvoll die Medaillen-Ambitionen für die Winterspiele in Sotschi.

Zwei Jahre nach dem WM-Triumph an gleicher Stelle verwandelte das Frauenteam die Chiemgau-Arena mit 15.000 Zuschauern beim Heim-Weltcup in ein Tollhaus und sammelte jede Menge Selbstvertrauen für das Saison-Highlight. Das Quartett des Deutschen Skiverbandes mit Franziska Preuß (Haag/1 Strafrunde), Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl/1 Nachlader), Laura Dahlmeier (Partenkirchen/0) und Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/0) musste sich nach 4x6 km nur Russland geschlagen geben. Rang drei ging an Norwegen.

Startläuferin Preuß hatte an Position 18 an Sachenbacher-Stehle übergeben, die erstmals seit ihrem Wechsel vom Langlauf bei einem Weltcup auf ihrer Heimstrecke zum Einsatz kam. Die 33-Jährige brachte im Liegendschießen alle Schüsse ins Ziel und ihr Team nach nur einem Nachlader und einer starken Laufleistung wieder in Führung. „Ich habe einfach versucht, mich auf mich zu konzentrieren. Ich habe mein Ding gemacht“, sagte Sachenbacher-Stehle und strahlte: „Das war ein cooles Rennen.“ Der Olympiawinter läuft bislang optimal für die deutsche Frauenstaffel. Im Dezember bescherte das erfolgsverwöhnte Quartett dem DSV in Le Grand-Bornand/Frankreich den bislang einzigen Weltcupsieg.