Wintersport

Polens Goldläuferin sorgt für Eklat bei der Tour de Ski

Die polnische Ausnahme-Skilangläuferin Justyna Kowalczyk ist bei der Tour de Ski nicht gestartet.

Die 30 Jahre alte Olympiasiegerin und Titelverteidigerin meldete sich kurz vor dem Start zum Prolog in Oberhof beim Weltverband Fis einfach mit der Begründung ab, „dass das abgeänderte Programm der Tour nicht in ihre Olympia-Vorbereitung passt“. Wenige Stunden zuvor hatte die Fis „gesundheitliche Gründe“ für den Teilnahmeverzicht der viermaligen Gesamtsiegerin angegeben.

Bei der offiziellen Eröffnungspressekonferenz am Freitag hatte Kowalczyk bereits die Umstellung des Programms in Oberhof wegen der angespannten Wetterlage kritisiert. „Bei der Tour stehen jetzt fünf Freistil-, aber nur zwei Rennen im klassischen Stil auf dem Programm. Das ist auch unfair“, hatte sie gesagt. Ihre Stärke ist der klassische Stil.

Nach ihrer Absage gilt nun die Rekord-Weltcupsiegerin Marit Björgen als Favoritin auf den Gesamtsieg, die Norwegerin gewann den Prolog. Denise Herrmann verpasste eine weitere Podest-Platzierung als Vierte nur um 1,4 Sekunden. „Ich erwarte jetzt nicht, dass ich jedes Rennen aufs Podium laufe. Vielleicht morgen“, sagte Herrmann, die ein Sonderlob von Bundestrainer Frank Ullrich erhielt: „Sie hat sich heute toll verkauft.“ Als bester deutscher Mann kam der Tobias Angerer (Vachendorf) mit einem Rückstand von 25,1 Sekunden auf Platz 28.