WM-Viertelfinale

Handball-Frauen scheitern bei der WM an Dänemark

Die bisherige Erfolgsgeschichte der deutschen Handballerinnen endet ohne Happy End.

Die Mannschaft von Bundestrainer Heine Jensen unterlag im WM-Viertelfinale dem dreimaligen Olympiasieger Dänemark mit 28:31 (17:17) und verpasste damit die erste Medaille bei einem internationalen Großereignis seit WM-Bronze 2007. Statt zum Halbfinale nach Belgrad gegen Panamerikameister Brasilien reist die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) nun in die Heimat zurück. Die erste Turnierniederlage nach zuvor sechs Siegen verhinderte auch die Leipziger Torjägerin Susann Müller mit zwölf Treffern nicht.

Das Team erwischte vor 1250 Zuschauern, darunter Verbandspräsident Bernhard Bauer und Vizepräsident Bob Hanning, gegen den EM-Fünften einen Fehlstart. Nach vier Minuten lag man mit 0:3 zurück. Müller gelang erst in der sechsten Minute der erste deutsche Treffer. Die DHB-Auswahl lud den Gegner durch Ballverluste immer wieder zu einfachen Toren über Tempogegenstöße ein, zudem vergab das deutsche Team zu viele Chancen. Wurde das Angriffsspiel des EM-Siebten mit zunehmender Spieldauer immer besser, offenbarte die Abwehr immer wieder große Lücken. Nach dem ersten Vier-Tore-Rückstand (7:11/18. Minute) nahm Jensen eine Auszeit. Der Erfolg stellte sich aber erst gegen Ende der ersten Halbzeit ein.

Auch ohne die fehlenden Leistungsträgerinnen Kerstin Wohlbold (Kreuzbandriss), Anne Müller (Knieverletzung), Isabell Klein und Katja Schülke (beide schwanger) kämpfte sich das deutsche Team zurück und schaffte nach einem 14:17 (25.) bis zur Pause den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel sorgte Müller per Siebenmeter beim 18:17 für die erste deutsche Führung (32.). In der Folge wechselte die Führung ständig. Es gelang keinem Team, sich in der temporeichen Begegnung abzusetzen. Auch ein 26:24-Vorsprung (51.) nutze dem deutschen Team nichts. In der spannenden Schlussphase hatte Dänemark das bessere Ende für sich.

Neben den Däninnen stehen noch Serbien (28:25 gegen Norwegen), Polen (22:21 gegen Frankreich) und Brasilien (33:31 nach zweimaliger Verlängerung gegen Ungarn) im Halbfinale.