Volleyball

BR Volleys stehen im Play-off der Champions-League

Klarer Dreisatzerfolg gegen Italiens Meister Trentino

Die Verantwortlichen der BR Volleys bewiesen ein gutes Händchen, als sie den Sänger auswählten, der vor der Champions-League-Partie gegen Diatec Trentino für Stimmung sorgen sollte. Ein Double von Buddy Holly war am Mittwochabend in der Max-Schmeling-Halle zu Gast und sang den Hit „That’ll be the day“. Und es wurde tatsächlich der Tag der BR Volleys: Vor 4521 begeisterten Zuschauern bezwang der deutsche Meister die Italiener mit 3:0 (25:16, 25:18, 25:19) und feierte im sechsten Champions-League-Spiel den fünften Sieg. Damit steht das Team als Gruppenzweiter in der Runde der Top 12, die am 14. und 21. Januar ausgetragen wird. Die Auslosung findet am Donnerstag statt.

„Ein 3:0-Sieg ist immer gut, aber gegen Trentino ist er noch mal von anderer Qualität“, sagte Scott Touzinsky nach dem Spiel. Auch Volleys-Trainer Mark Lebedew sprach von einem „Riesending“. Er würde sich gegen den vierfachen Champions-League-Sieger schon über einen Punkt freuen, um damit jeden rechnerischen Zweifel am Einzug in die Endrunde zu beseitigen, hatte der Australier vor der Partie angekündigt. Doch schnell wurde klar, dass für die Berliner mehr drin sein würde. Während Trentino den Ball immer wieder ins Aus schlug, überzeugten die Gastgeber bei ihrem letzten Auftritt des Jahres mit starker Blockarbeit und hohem Einsatz. Exemplarisch war eine Szene Mitte des ersten Satzes: Libero Martin Krystof hechtete nach dem Ball, seine Teamkollegen auf der Bank zogen sicherheitshalber noch schnell die Werbebande zur Seite, damit der Tscheche nicht mit voller Wucht in die Spanplatte rauschte.

Glanzpunkt zum Jahresende

Beim Stand von 10:6 für Berlin nahm Diatec-Coach Roberto Serniotti, der auf Kapitän Emanuele Birarelli verzichten musste und auch den bulgarischen Starspieler Tsvetan Sokolov zunächst auf der Bank ließ, seine erste Auszeit. Doch auch davon ließen sich die BR Volleys nicht stoppen. Im Gegenteil: Angetrieben vom starken Australier Paul Carroll baute das Team seine Führung aus und sicherte sich mit 25:16 den ersten Satz. Es war erst der zweite Satzverlust für Trentino in der laufenden Europapokalsaison – den ersten hatte es im Hinspiel gegen die Berliner gegeben, dass man Ende Oktober mit 3:1 für sich entschieden hatten.

Wer nun erwartet hatte, dass die Gäste mit Wut im Bausch zurückschlagen würden, sah sich getäuscht. Mit 25:18 ging auch der zweite Satz an die Gastgeber. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war „die BR-Volleys-Lok am Laufen und nicht mehr zu stoppen“, wie es Robert Kromm ausdrückte, der neben Paul Carroll und Zuspieler Kawika Shoji erneut zu den besten Berlinern gehörte. Der Matchball zum 25:19 im dritten Satz war nach der Wahl zu Berlins Mannschaft des Jahres und dem Einzug in das Pokalfinale schließlich der krönende Jahres-Abschluss für die BR Volleys.