Zwischenrunde

Europa League: Frankfurt freut sich auf den FC Porto

Die Fußball-Profis von Eintracht Frankfurt haben ihr Lachen wiedergefunden. Das 1:0 (0:0) am Sonntag beim Tabellenzweiten Bayer Leverkusen wirkte wie eine Befreiung.

„Damit hat niemand gerechnet“, sagte der starke Torhüter Kevin Trapp. Attraktiv wie schwer wird der Start in die Zwischenrunde der Europa League. Der 30-malige portugiesische Meister FC Porto ist durchaus ein europäisches Schwergericht, auch wenn in dieser Saison die Gruppenphase der Champions League schon das Ende aller Träume brachte.

„Ich traue uns eine Überraschung zu“, sagte Frankfurts Vorstandchef Heribert Bruchhagen froh gelaunt nach der Auslosung am Montag. „Wenn wir alle gesund sind und wir uns in der Bundesliga weiter nach oben gearbeitet haben, dann gehen wir da völlig befreit rein.“

Auch Trainer Armin Veh jubelte: „Das ist ein Superlos.“ Sportdirektor Bruno Hübner warnte bei aller Freude jedoch auch: „Das ist ein attraktiver, aber auch der schwerste Gegner. Da wir als Außenseiter in diese beiden Partien gehen, können wir nur gewinnen.“

Die Portugiesen, die in der europäischen Königsklasse als Dritter der Gruppe G an Atletico Madrid und Zenit St. Petersburg gescheitert waren, belegen in der Liga derzeit den zweiten Platz und verfügen auch international über viel Erfahrung. Zweimal wurde der Triumph in der Europa League (2003, 2011) bereits gefeiert, zudem einmal die Champions League (2004) und einmal den Vorgänger-Wettbewerb Europapokal der Landesmeister (1987) gewonnen.

Am 20. Februar 2014 geht es zunächst in die portugiesische Hafenstadt, eine Woche später findet das Rückspiel in Frankfurt statt. Sollte die Eintracht Porto ausschalten, wartet im Achtelfinale am 13. und 20. März der Sieger aus der Partie Swansea City und SSC Neapel. „Swansea ist nicht so der Wunsch aller Ziele. Aber mit Napoli hätten wir eine wunderbare Herausforderung“, meinte Bruchhagen.

Betretene Gesichter gab es hingegen bei den Verantwortlichen von Juventus Turin. Denn der italienische Rekordmeister muss wieder in die Türkei reisen. Juve trifft auf Trabzonspor und muss zudem das Hinspiel erst vor heimischer Kulisse austragen.

Juventus wieder in die Türkei

Die Erinnerungen an den jüngsten Europapokal-Auftritt am Bosporus sind für die Turiner alles andere als erfreulich gewesen. Erst musste das entscheidende Gruppenspiel der Königsklasse bei Galatasaray Istanbul am Dienstag wegen Schneefalls und Unbespielbarkeit des Platz abgebrochen werden. Und bei der Fortsetzung am Mittwoch bei nicht wirklich besseren Bedingungen kam der späte K.o. durch den Treffer von Wesley Snejder (85.). Ein Remis in Istanbul hätte Juventus zum Sprung ins Champions-League-Achtelfinale gereicht.

Eine leichte Aufgabe wartet derweil auf Miroslav Klose und Lazio Rom. Der PFC Ludogerets Rasgrad, bulgarischer Meister der vergangenen beiden Jahre, ist in Europa ein unbeschriebenes Blatt und steht erstmals in einer K.o.-Runde. Gut für Lazio: Nationalstürmer Klose zeigte nach auskurierter Schulterverletzung aufsteigende Form und schoss zuletzt beim 2:0 der Römer gegen AS Livorno beide Treffer.

Wer Tottenham Hotspur in das Zwischenrunden-Duell gegen Dnjepr Dnjepropetrowsk führen wird, ist hingegen ungewiss. Andre Villas-Boas wird es jedenfalls nicht sein. Der portugiesische Trainer wurde nach dem 0:5 in der Premier League gegen den FC Liverpool gefeuert. Villas-Boas hatte schon Ende November beim Klub des dreimaligen deutschen Nationalspielers Lewis Holtby vor der Entlassung gestanden, verschaffte sich danach aber mit sieben Punkten aus drei Spielen etwas Luft. Nach dem Heimdebakel gegen Liverpool ist Tottenham nur Tabellensiebter der Premier League.