Gerichtsurteil

Abraham muss mit „Idiotentest“ rechnen

Es war nicht die beste Entscheidung von Ex-Weltmeister Arthur Abraham, an jenem 4. Februar die Initiative zu übernehmen.

Der 33-jährige Boxprofi fühlte sich von einem vor ihm über den Messedamm fahrenden Fahrschulwagen in seinem Vorwärtsdrang gehindert. Er überholte und drosselte dann das eigene Tempo – vermeintlich bis zum Stillstand, was Abraham bestreitet. Der Fahrlehrer stellte ihn zur Rede. Ein Wort gab das andere. Ein gutes halbes Jahr später die zweite nicht besonders clevere Abraham-Entscheidung: Er erschien nicht zum angesetzten Gerichtstermin, führte ein Trainingslager als Entschuldigung an. Abraham, dessen Führerschein offenbar auf seinen armenischen Geburtsnamen Avetik Abrahamyan lautet und seit Mitte Juni vorläufig eingezogen ist, ist wahrlich kein Verkehrsengel. Eine Fahrt mit 231 km/h im Ferrari auf der Stadtautobahn steht bereits in seinem Sündenregister. Nun verhängte Richterin Birgit Boll-Sternberg eine Geldbuße von 14.000 Euro und vier Monate Fahrverbot. Dem Boxer droht sogar der Gang zum sogenannten „Idiotentest“.