Saudi Arabian Airline

Zweitligist Frankfurt kündigt Sponsor wegen Antisemitismus

Der FSV Frankfurt hat seinen Werbevertrag mit der saudi-arabischen Fluggesellschaft Saudia wieder aufgelöst.

Der Zweitligist war wegen der Partnerschaft mit der Airline massiv in die Kritik geraten, weil Saudia sich Medienberichten zufolge weigern soll, israelische Staatsbürger zu transportieren. „Trotz der Aufforderung des FSV zu einer Stellungnahme zu den geäußerten Vorwürfen verwies Saudi Arabian Airlines als staatliche Fluggesellschaft auf die Saudische Botschaft in Berlin. Aus diesem Grund haben beide Seiten beschlossen, das Vertragsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen aufzulösen“, teilte der Verein mit.

Offenbar hatte man den Partner keiner Prüfung unterzogen, im Internet ist genug über die untolerierbare Geschäftspraxis der Saudia Airlines nachzulesen. „Uns ist ein kleiner Fehler unterlaufen“, sagte FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger noch tags zuvor.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte Frankfurt zuvor unter Druck gesetzt. Würde es sich um Trikotwerbung handeln, sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", „hätte die DFL von ihrem Recht Gebrauch gemacht, das Vertragsverhältnis nicht zu genehmigen, da laut Statuten Trikot-Werbung nicht gegen die allgemein im Sport gültigen Grundsätze von Ethik und Moral verstoßen darf. Es darf kein Zweifel aufkommen daran, dass der deutsche Fußball keine Form der Diskriminierung duldet“.