Basketball

Alba kämpft gegen die Lockerheit und Bremerhaven

Es ist nicht schwer vorherzusagen, dass die Formkurve des Basketball-Teams von Alba Berlin heute gegen die Eisbären aus Bremerhaven (19 Uhr, O2 World) wieder nach oben zeigen wird.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mannschaft noch einmal kollektiv neben ihren Schuhen steht wie beim 50:75 am Mittwoch in Saragossa, ist nahe Null.

„Die Siege zuvor hatten uns geschwächt“, sagt Coach Sasa Obradovic. „Keiner von uns war an diesem Abend bereit zu spielen. Die Atmosphäre war ein wenig zu locker. Das ist nur schwer zu kontrollieren, wenn du ein paar wichtige Spiele klar gewinnst.“

Albas Trainer hatte gleich nach der Ankunft in Berlin zur Aufarbeitung des deftigen Ausrutschers gebeten: „Wir sind nicht das beste Team in Deutschland oder etwa im Eurocup, den Beweis dafür haben wir in Saragossa bekommen und auch gesehen, dass wir uns nicht noch einmal so präsentieren können.“

Dass seiner Mannschaft ein solcher Einbruch drohen könnte, hatte Obradovic seit Saisonbeginn immer wieder mal vorhergesagt. Trotzdem war er sauer, als es dann so tatsächlich einmal so weit war. „Gerade weil ich immer davor gewarnt hatte, habe ich mich geärgert“, sagt der Coach, „im Basketball geht es einfach zu schnell, ein verlorener oder gewonnener Ball kann ein Spiel komplett verändern.“

Bei der durchweg überzeugenden Siegesserie von sechs Spielen zuvor lag Albas Qualität vor allem darin, Bälle zu gewinnen. So soll es auch gegen Bremerhaven sein. „Wir müssen zu unserer Aggressivität zurück finden“, weiß Center Levon Kendall und fügt mit einem säuerlichen Lächeln hinzu. „Und vielleicht auch mal wieder ein paar Würfe treffen“. Das könnte hilfreich sein. In Saragossa lag die Wurf/Trefferquote bei mickrigen 36,2 Prozent.