Handball

Füchse erobern die Tabellenspitze

Berlins Handball-Bundesligist gewinnt bei Aufsteiger Bergischer HC 36:25. Petersen mit sechs Treffern bester Torschütze

Wenn es etwas Bewundernswertes an den Füchsen Berlin gibt in dieser Handball-Bundesligasaison, dann ist es die Beharrlichkeit, mit der sie trotz aller Rückschläge immer weiter ihren Weg verfolgen und sich Stück für Stück nach oben kämpfen. In der Champions-League-Qualifikation sind sie hauchdünn am HSV Handball gescheitert, in der Bundesliga mussten sie den Fehlstart in Melsungen sowie ärgerliche Punktverluste in Flensburg, gegen die Rhein-Neckar Löwen und erneut gegen die Hamburger verkraften und waren bisher wahrlich nicht vom Glück verfolgt. Dennoch haben sie sich, quasi auf leisen Pfoten, an der versammelten Konkurrenz vorbeigeschlichen und am Dienstagabend die Tabellenspitze erobert. Mit einem 36:25 (18:14)-Sieg beim starken Aufsteiger Bergischer HC, der allerdings alles andere als glücklich, sondern hochverdient war. Aus einem geschlossen auftretenden Berliner Team ragten die besten Torschützen Fredrik Petersen (6), Jesper Nielsen (5), Pavel Horak, Fabian Wiede und Konstantin Igropulo (je 4) heraus.

In der durchaus gefürchteten Wuppertaler Unihalle, in der in dieser Spielzeit unter anderem schon der HSV und der SC Magdeburg unverhofft Niederlagen quittieren mussten, legten die hellwachen Gäste einen Blitzstart hin. Je zweimal Nielsen und Igropulo brachten die Füchse mit 4:0 in Führung. Diesen Vorsprung musste die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson eine Weile hart verteidigen, der Bergische HC kämpfte verzweifelt um den Anschluss. Doch näher als bis auf zwei Tore Rückstand (5:7 in der elften Minute) kamen die Gastgeber nie heran.

Im Gegenteil. Angetrieben durch Paraden ihres glänzend aufgelegten Nationaltorhüters Silvio Heinevetter drehten die Füchse nach der noch offenen ersten Halbzeit erst richtig auf. In der 53. Minute war ihr Vorsprung nach einem Treffer von Iker Romero erstmals zweistellig (31:21). Der Beste beim BHC, Alexander Oelze (8 Treffer), hatte die Torproduktion längst eingestellt, und die Füchse strebten unaufhaltsam ihrem siebten Auswärtssieg in der Bundesliga entgegen. Auch wenn der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt heute mit Siegen an ihnen vorbeiziehen können: Die Berliner haben sich Tabellenplatz eins in Wuppertal redlich verdient.