Wintersport

Deutsche Skispinger starten mit Rang zwei in den Weltcup

Gelungener Start in den Olympia-Winter: Die deutschen Skispringer sind gleich zum Auftakt der Saison auf das Podest geflogen.

Beim nach einem Durchgang abgebrochenen Heim-Weltcup in Klingenthal landeten Severin Freund, Andreas Wellinger, Andreas Wank und Karl Geiger im Teamwettbewerb auf Platz zwei. Mit 528,3 Punkten musste sich das DSV-Quartett nur Slowenien (540,6) geschlagen geben, Dritter wurde Japan (523,6).

„Das war ein toller Auftakt der Saison. Wir sind sehr gut gestartet, gerade die jungen Athleten haben es heute gut gemacht“, sagte Bundestrainer Werner Schuster. Vor rund 7500 Zuschauern in der Vogtland-Arena, wo erstmals eine Saison-Eröffnung außerhalb von Nordeuropa stattfand, war sogar mehr möglich: Zur Halbzeit lag die deutsche Mannschaft in Führung, ausgerechnet Hoffnungsträger Freund blieb aber hinter den Möglichkeiten zurück.

„Mein Sprung war nix, schade“, sagte der WM-Vierte Freund, der wegen des böigen Windes keine Gelegenheit zur Wiedergutmachung erhielt. „Ich hätte gerne noch einen gemacht, weil ich mehr drauf habe. Aber es war der erste Sprung von vielen in diesem Winter.“ Bundestrainer Schuster meinte: „Bei Severin hat es heute gemenschelt. Er war zu spät dran, ein komischer Sprung.“ Der weiteste Satz des Tages gelang dem Polen Piotr Zyla, der wie schon bei seinem Sieg in der Qualifikation am Freitag auf 145,0 Meter segelte. Damit verpasste der 26-Jährige den Schanzenrekord des Deutschen Michael Uhrmann aus dem Jahr 2011 nur um 1,5 Meter. Der Finne Janne Ahonen kam in seinem ersten Weltcup-Sprung seit mehr als zwei Jahren nur auf 110 Meter, hatte aber ebenfalls äußerst schwierige Bedingungen. Am Sonntag (13.30 Uhr/ARD und Eurosport) steht in Klingenthal der erste Einzel-Wettbewerb der Saison auf dem Programm.