Basketball

Schon wieder Bonn: Alba im Eurocup gegen alten Rivalen

Mit Sieg wäre Erreichen der nächsten Runde ganz nah

Innerhalb von 37 Tagen muss das Basketballteam von Alba Berlin heute (O2 World, 20 Uhr) bereits zum dritten Mal in dieser Saison gegen die Telekom Baskets Bonn antreten. Langweilig wird es in Auseinandersetzungen zwischen den alten Rivalen aber nie, die sich bisher schon 62 Mal in Pflichtspielen gegenüberstanden. Egal, ob in der Bundesliga, im deutschen Pokal oder – wie jetzt – im Eurocup. Und da geht es um einiges: „Wir können mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung der nächsten Runde machen“, sagt Alba-Trainer Sasa Obradovic. „Diese Chance müssen wir in eigener Halle nutzen.“

Mit einem Erfolg könnten sich die Berliner eine optimale Ausgangslage fürs Erreichen der Zwischenrunde erspielen. Von fünf Spielen haben sie vier gewonnen (Bonn drei), insgeheim schielen die Berliner sogar auf den ersten Platz in Gruppe D. „Wir wollen so hoch wie möglich abschließen“, erklärt Obradovic.

Bisher steht es 1:1

Bisher steht es in dieser Saison 1:1. Erst siegten die Berliner Mitte Oktober im Eurocup-Hinspiel in Bonn klar mit 86:65. „Ein irreales Ergebnis“, findet Obradovic, weil teilweise bei Alba jeder Wurf ein Treffer war. Anfang November folgte in der Bundesliga in Bonn ein unglückliches 59:60. Albas Coach betont die Fortschritte seiner Mannschaft seit dem letzten Zusammentreffen: „Wir sind in den letzten drei Wochen offensiv viel schneller und variabler geworden.“

Was sich in drei klaren Siegen ausdrückt, gegen die beiden deutschen Spitzenteams Bayern München und Ulm sowie in Mons-Hainaut (Belgien). Bonn hingegen kassierte am vergangenen Wochenende gegen Meister Bamberg die erste Niederlage nach zuletzt sieben erfolgreichen Liga-Partien. Für Obradovic ist das kein Grund, die Bonner auf die leichte Schulter zu nehmen: „Ich denke nicht, dass die Niederlage sie aus der Bahn geworfen hat, dafür ist Bonn zu erfahren und gefestigt.“

Auch wenn es nun schon das dritte Spiel gegen Bonn innerhalb von kurzer Zeit ist, ist es für Albas Center Jonas Wohlfarth-Bottermann dennoch etwas Besonderes. Denn bis zum Sommer dieses Jahres stand er bei den Baskets unter Vertrag. In der Hoffnung auf mehr Spielzeit und einen weiteren Schritt nach vorn wechselte der 23-Jährige dann zu Alba. „Sehr gut eingelebt“ habe er sich, sagt der 2,08 Meter große Profi. „Erfahrung und Stabilität“ seien zwei Punkte, in denen er noch Defizite bei sich sieht. Aber er lernt schnell.