Wasserball

Wasserfreunde machen sich hübsch für die Champions League

Bei den Wasserfreunden Spandau herrscht eine positive Stimmung wie lange nicht.

Und das nach einer Saison, in der Meisterschaft und Pokal an den ASC Duisburg verloren wurden. „In den sieben Jahren, die ich hier spiele, habe ich so etwas noch nie erlebt“, sagt Nationalspieler Marko Stamm, „wir haben einen großartigen Teamgeist.“ Vom neuen Trainer Andras Gyöngyösi bekam die Mannschaft nicht nur ein neues Spielsystem verordnet. Der Ungar versteht es auch, hartes Training mit guter Laune zu verbinden. Und den Glauben zu vermitteln, dass neben der Rückkehr an die nationale Spitze auch in der Champions League mehr möglich ist als zuletzt.

Heute (19 Uhr, Schwimmhalle Schöneberg) empfangen die Berliner zu ihrem ersten Spiel in der Eliteliga den rumänischen Champion CSM Oradea. Eine Standortbestimmung. „Wir glauben, dass wir gewinnen“, sagt Routinier Andreas Schlotterbeck, 31, „diese Spiele sind unsere Highlights, dafür trainieren wir.“ Allerdings würde eine Auftaktniederlage schon früh die Hoffnungen dämpfen, das Ziel Platz drei in der hochkarätig besetzten Sechsergruppe zu erreichen. Um eine Wildcard für diese Champions League zu bekommen, müssen die Wasserfreunde hohen finanziellen Aufwand betreiben; 100.000 Euro investieren sie, davon allein 30.000 an Marketing-Gebühren für den Verband LEN. Die Heimstätte soll mit Vorhängen in den Vereinsfarben rot und schwarz herausgeputzt werden, „wir wollen raus aus der angestaubten Schwimmhallen-Atmosphäre, wir können mehr aus unserer Sportart machen“, kündigt Präsident Hagen Stamm an. Er hofft auf 1000 Zuschauer. Er weiß aber auch um die Bedeutung: „Die beste Werbung wäre ein Sieg.“