Verärgerung

Ronaldo-Revanche gegen Blatter: Absage für Fifa-Gala

Portugals Fußballstar Cristiano Ronaldo hat Weltverbandspräsident Joseph S. Blatter seine Veräppelung durch eine Pantomime noch nicht verziehen.

Angeblich aus Verärgerung über seine slapstickartige Verballhornung vor drei Wochen durch den Schweizer Fifa-Chef vor englischen Studenten hat der Torjäger von Real Madrid nach Informationen der spanischen Sportzeitung „AS“ seine Teilnahme an der Weltfußballer-Gala am 13. Januar in Zürich abgesagt. Zu Ronaldos Entschluss soll demnach auch sein Eindruck beigetragen haben, im offiziellen Fifa-Werbefilm für die Gala nicht so positiv dargestellt zu sein wie seine Rivalen Lionel Messi (Argentinien/FC Barcelona) und Franck Ribéry (Frankreich/Bayern München).

Blatter hatte Ende Oktober bei einem Termin an der Universität in Oxford tänzelnd die Bewegungen des teuersten Spielers der Welt nachgeäfft. Angesichts internationaler Empörung über sein Verhalten entschuldigte sich der 77-Jährige später öffentlich bei dem Stürmerstar. Ronaldo hatte Blatters Entgleisung schon kurz nach Veröffentlichung der Bilder als Bestätigung für die Geringschätzung seiner Person durch die Fifa bewertet. „Dieses Video zeigt den Respekt und die Haltung, die die Fifa mir, meinem Klub und meinem Land entgegenbringt. Das erklärt einiges“, erklärte „CR7“. Ronaldo führt Messis vier Triumphe in Serie bei den vergangenen Weltfußballer-Wahlen auch auf Ignoranz gegenüber seiner Leistungen zurück.