Achtelfinale

Tischtennis-Welt staunt in Berlin über 16-jährige Deutsche

Der Titelverteidiger hätte sich einen anderen Start gewünscht.

„Das war ein Spiel, das vom Niveau her auch im Halbfinale hätte stattfinden können“, sagte Dimitrij Ovtcharov. Gegen den Chinesen Liang Jingkun, der nur die Nummer 199 der Weltrangliste ist, aber in diesem Jahr bereits den Olympiasieger und Weltmeister Zhang Jike bezwungen hat, musste der Weltranglistenfünfte in der ersten Runde der German Open schwer kämpfen, ehe sein 4:2-Sieg feststand.

„Ich bin froh, dass ich dem Druck standgehalten habe. Liang zähle ich zu Chinas kommenden Leuten“, sagte der Europameister. In der zweiten Runde bezwang er in der Max-Schmeling-Halle den Koreaner Jung Youngsik mit 4:3 und steht im Achtelfinale.

Nicht minder schwer tat sich Timo Boll zum Auftakt. „Irgendwie durchgearbeitet“, habe er sich, sagte der viermalige German-Open-Sieger nach dem 4:2 gegen den Schweden Par Gerell. „Ich bin ganz zufrieden. Vor ein paar Wochen habe ich in der Champions League noch gegen ihn verloren.“ Nach auskurierter Schulterverletzung und Erkältung, die seine EM-Teilnahme verhindert hatten, sei er froh über jede Runde, die er weiterkomme. „Ein paar Sachen fehlen noch“, sagte Boll vor seinem Zweitrundenspiel gegen den Koreaner Lee Jung Woo, den er locker mit 4:0 schlug.

Ebenfalls ins Achtelfinale ist bei den Frauen die erst 16-jährige Nina Mittelham (Bad Driburg) eingezogen. Die Schüler-Europameisterin bezwang zunächst die Ungarin Georgina Pota und anschließend die Rumänin Elizabeta Samara, jeweils in sechs Sätzen. Als letzte Berlinerin scheiterte Irene Ivancan in der zweiten Runde mit 2:4 an Han Ying (Polen). Zum Auftakt hatte Ivancan Zhou Yihan (Singapur) 4:1 besiegt.