Basketball

Eurocup: Alba setzt sich auch in Mons souverän durch

Logan überragt mit 20 Punkten gegen die Belgier

Es war ein krasser Unterschied: Am Sonntag hatten die Basketballer von Alba Berlin noch in der Bundesliga vor 14.500 Zuschauern in der Berliner O2 World in der Bundesliga gegen Bayern München gespielt. Gestern Abend nun mussten sie im Eurocup vor einer Geisterkulisse von 850 Besuchern im Eurocup bei Belfius Mons-Hainaut antreten. Das Ergebnis unterschied sich nicht – 20 Punkte Differenz. Dem 94:74 gegen die Bayern folgte bei den Belgiern ein 77:57 (32:27). Es war für Alba der vierte Sieg im fünften Spiel und ein wichtiger Schritt in Richtung nächste Runde. Für die Berliner, die nach dem Spiel gegen die Bayern keine Ermüdungserscheinungen erkennen ließen, waren David Logan (20 Punkte) und Vojdan Stojanovski (12) die besten Werfer.

Albas Sportdirektor Mithat Demirel war natürlich sehr zufrieden: „Nur 48 Stunden nach dem Bayern-Spiel war es keine Selbstverständlichkeit, dass die Mannschaft so konzentriert und diszipliniert gespielt hat.“ Die Spieler seien physisch an ihre Grenze gegangen „und haben sich alles hart erarbeitet“. Das sei gerade nach dem Hochgefühl des Sieges gegen München wichtig gewesen.

In der ersten Hälfte gelang es den Berlinern erst einmal nicht, sich nach Führungen richtig abzusetzen. Alba, das mit David Logan, Jan Jagla, Alex King, Cliff Hammonds und Uros Slokar begann, lag anfangs sogar hinten (11:16/9.), kam dann aber besser ins Spiel und führte nach einem Dreier von Jagla nach 15 Minuten mit 26:20. Eine Fünf-Punkte-Führung (32:27) konnte mit in die Pause genommen werden.

Nach dem Wechsel waren die Berliner gleich sehr wach. Sie wurden bei Rebounds immer besser (Bilanz 38:27), und vor allem aus der Distanz wurde nun hochprozentig getroffen. Es war auch ein Drei-Punkte-Wurf von King, der nach 26 Minuten erstmals für eine zweistellige Führung (48:37) sorgte. Aber erneut konnte Alba nicht wegziehen. Zu Beginn des letzten Viertels war der Vorsprung auf sieben Punkte (50:43) zusammengeschmolzen.

Logan sorgte mit zwei Dreiern jedoch gleich für klarere Verhältnisse – erst zum 57:45 (32.) und zwei Minuten später zum 64:52. Nachdem Reggie Redding per Distanzwurf nachgelegt hatte (67:52/34.), war die Entscheidung gefallen. „Jetzt müssen die Akkus aufgeladen werden“, meinte Demirel. Am Sonnabend (19 Uhr) steht in der O2 World das Spiel gegen Ulm an.