Fußball

Champions League: Titelverteidiger Bayern in Pilsen ohne Robben

Bayern München schrieb die Schlagzeilen abseits des Sports, Bayer Leverkusen sucht die Wahrheit auf dem Platz.

Die Nachricht, dass sich Hoeneß wegen seiner Steueraffäre nun endgültig vor Gericht verantworten muss, begleitete den Triple-Gewinner aus München auf dem Flug zum Gruppenspiel beim tschechischen Meister Viktoria Pilsen, Leverkusen reiste nach einer zuletzt schwachen Vorstellung in der Bundesliga in Braunschweig (0:1) mit weichen Knien zum Gastspiel (beide Dienstag, 20.45 Uhr/Sky) bei Schachtjor Donezk.

Der Fall Hoeneß wird den Rekordmeister dauerhaft begleiten, in Sachen Konzeptdiskussion hofft Trainer Pep Guardiola derweil schon in Pilsen auf einen Durchbruch. Nach dem mühsamen 2:1 bei 1899 Hoffenheim hatte er noch „Korrekturen“ angekündigt. Was genau er plant, führte er nicht im Detail aus. „Unser Niveau ist im Himmel, und das müssen wir erreichen. Wir müssen immer wieder etwas korrigieren. Ich habe die Verantwortung, nicht nur das Ergebnis zu sehen, sondern auch, wie wir gespielt haben“, sagte er. Kapitän Philipp Lahm nahm die Offensive in die Pflicht, der Arjen Robben (Pause nach Leistenproblemen) fehlen wird. „Wir müssen wieder besser und konstanter nach vorne spielen, und wollen auch dominanter auftreten“, sagte Lahm, fügte aber an: „Wir sind Tabellenführer und brauchen uns für nichts zu schämen.“

Die Angst vor einer weiteren Pleite in Donezk begleitete Leverkusen auf dem Flug in die ostukrainische Metropole, wo es für den Werksklub nicht nur um sportliche Meriten, sondern auch um Moneten geht. „Wir müssen jetzt ganz schnell umschalten und in Donezk wieder unser wahres Gesicht zeigen“, sagte Sportchef Rudi Völler. Im Rückspiel gegen den ukrainischen Meister kann die Mannschaft von Teamchef Sami Hyypiä die Tür zum Achtelfinale ganz weit aufstoßen. Der Einzug in die K.o.-Runde würde Bayer zusätzlich 3,5 Millionen Euro in die Kasse spülen, nachdem bislang schon in der Königsklasse 10,6 Millionen Euro kassiert wurden.