Eishockey

Eisbären erleben in Wolfsburg ein Debakel

Der Meister geht bei den Grizzlys mit 0:8 unter

So gut die Nachrichten mit acht von neun möglichen Punkten aus den drei Spielen zuvor waren, so ernüchternd war das Gastspiel der Eisbären am Sonntag in Wolfsburg. Das Team von Jeff Tomlinson verlor bei den Grizzly Adams nicht nur, sondern kam vor 3767 Zuschauern, von denen rund 1000 aus Berlin angereist waren, mit 0:8 (0:3, 0:3, 0:2) nachgerade unter die Räder.

Zu dem indiskutablen Ergebnis gesellte sich auch noch Pech: Jens Baxmann humpelte Mitte des zweiten Drittels mit dem Verdacht auf einen Innenbandriss im Knie in die Kabine, ohne dass ein Gegenspieler auf ihn eingewirkt hätte.

Das Spiel der Berliner war anfangs besser, als es das Zwischenresultat vermuten lässt. Die Berliner schossen neunmal aufs Tor, Ausbeute null, die Wolfsburger achtmal, Ausbeute drei. Und das in kürzester Zeit. Norman Milley eröffnete das Scheibenschießen (11.), Tyler Haskins (13.) legte nach, und als Armin Wurm zum 0:3 (14.) getroffen hatte, war der Arbeitstag von Eisbären-Torhüter Rob Zepp beendet.

Mit Sebastian Elwing zwischen den Pfosten schlug es im ersten Drittel nicht mehr im Berliner Tor ein. Alle Hoffnung auf eine Wende schwand dann allerdings schnell. Gleich in der 22. Minute kassierten die Eisbären das 0:4 durch Chad Bassen und spätestens nach dem 0:5 zweieinhalb Minuten später durch Brent Aubin ging es für den Meister nur noch darum, den Schaden zu begrenzen.

Das gelang nur in sofern, als dass das Ergebnis nicht zweistellig wurde. Sebastian Furchner traf noch im Mittelabschnitt zum 0:6 (37.), Marco Rosa (52.) und Gerrit Fauser (54.) rundeten das Berliner Desaster zum 0:8 ab. Die Klatsche vor den so zahlreich mitgereisten eigenen Fans war perfekt.

Es dürfte eher von Nachteil sein, dass die Liga kommende Woche wegen des Deutschland Cups in München pausiert. Die Eisbären müssen auf die Chance, sich zu rehabilitieren, bis zum 15. November warten. Dann kommt der Tabellendritte Mannheim in die O2 World. Die Adler bezwangen die DEG gestern mit 3:0 (2:0, 1:0, 0:0) und dürften, nimmt man die letzten Jahre, eine solch desaströse Leistung der Eisbären noch weitaus härter bestrafen als Wolfsburg.