Fußball-Bundesliga

Hahn schießt Augsburg zum Sieg über Mainz

Torhüter Wetklo sieht nach Foul die Rote Karte

Mit großer Entschlossenheit und dank André Hahn hat der FC Augsburg seine schwarze Serie in der Fußball-Bundesliga beendet. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl gewann gegen lange viel zu passive Mainzer verdient mit 2:1 (1:0) und feierte nach fünf Spielen ohne Sieg den ersten Dreier. Mainz 05 verpasste nach der vierten Auswärtsniederlage in Serie den Anschluss ans obere Tabellendrittel. Beide Teams liegen im unteren Mittelfeld.

„Wir haben beim Stand von 2:0 den Deckel nicht draufgemacht. Dann wurde es noch einmal dramatisch. Wir sind überglücklich, drei Punkte geholt zu haben“, sagte der Augsburger Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter, während 05-Manager Christian Heidel erklärte: „Nach dem 0:1 sind wir aus dem Tritt gekommen. Nach dem 1:2 war es ein neues Spiel. Der Augsburger Sieg ist nicht unverdient, aber mit ein bisschen Glück hätten wir noch einen Punkt geholt.“

Der FCA erzwang den vierten Sieg mit einem mutigen Auftritt, den Hahn mit seinen Saisontoren Nummer drei und vier sicherte (26./49.). Halil Altintop hatte das 3:0 auf dem Fuß, traf aber nur die Latte (55.). Nach einem Foul von Augsburgs Jan-Ingwer Callsen-Bracker im Strafraum gegen Sebastian Polter machte es Eric-Maxim Choupo-Moting per Foulelfmeter noch einmal spannend (59.). Der zur Pause eingewechselte Mainzer Torhüter Christian Wetklo sah in der 88. Minute nach einer Notbremse an Arkadiusz Milik die Rote Karte.

Hannover nur noch Mittelmaß

Die ersten zwei Tore in der Fremde erzielt, aber wieder keinen Punkt geholt: Hannover 96 bleibt durch das 2:3 (2:2) bei Werder Bremen die schlechteste Auswärtsmannschaft der Bundesliga. Die ambitionierten Niedersachsen stecken tief im Mittelmaß. „Es ist eine ärgerliche Niederlage, weil wir von unseren Zielen abrücken“, sagte 96-Coach Mirko Slomka. Szabolcs Huszti (20./Foulelfmeter) und Hiroki Sakai (41.) trafen nach bislang vier Auswärtsniederlagen ohne eigenes Tor für Hannover. Aaron Hunt (25./Foulelfmeter), Cedrick Makiadi (39.) und Matchwinner Santiago Garcia (86.) mit seinem ersten Werder-Tor erzielten vor 40.435 Zuschauern die Tore zum zweiten Heimsieg dieser Saison für Bremen.

„Es war sehr emotional. Wir hatten eine gute Wettkampfmentalität“, sagte Werder-Trainer Robin Dutt. Kapitän Clemens Fritz meinte: „Für die Zuschauer war das ein tolles Spiel.“ Die Bremer überflügelten mit 15 Punkten als Tabellen-Achter den enttäuschten Gegner. Hannover ist mit 13 Zählern nun Elfter. Für die anstehenden Nord-Duelle gegen Erzrivale Eintracht Braunschweig und beim Hamburger SV konnten die Niedersachsen kein Selbstvertrauen gewinnen. „Es war ein beherztes Derby, es ging hin und her, aber es ist bitter, wenn wir so spät bestraft werden“, sagte Slomka. „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Für ein Auswärtsspiel hatten wir gute Chancen, aber stehen wieder mit leeren Händen da“, klagte 96-Kapitän Lars Stindl.