Abstimmung

Wer sind die Sportler des Jahres 2013?

Berlin wählt zum 35. Mal die besten Athleten, Teams und Funktionäre der Hauptstadt

Eine Studie hat im vergangenen Jahr belegt, welche Bedeutung der Sport für Berlin hat – rein wirtschaftlich betrachtet. Die Ergebnisse mögen manche verblüfft haben, die dachten, die Leibesübungen in der Hauptstadt böten zwar eine hübsche Abwechslung, seien aber leider auch eine kostspielige Angelegenheit für den Steuerzahler. Die Untersuchung lieferte etwas differenziertere Ergebnisse: 2012 hat demnach die Berliner Sportwirtschaft einen Umsatz von einer Milliarde Euro erzielt und fast 20.000 Arbeitsplätze in 2900 Unternehmen gesichert. Im Gegenzug investiert der Senat jährlich rund 75 Millionen Euro in den Sport. Eine Rechnung, mit der die Steuerzahler leben können.

Berlin, das ist unbestritten, ist eine der Sportmetropolen der Welt. Im Fokus stehen dabei allerdings weniger die alltäglichen, regelmäßig wiederkehrenden Ereignisse, auch wenn diese hier ein Niveau haben wie in kaum einer anderen Stadt. In Erinnerung bleiben Leuchttürme wie die Fußball-WM 2006, die der deutschen Hauptstadt weltweit zu einem ganz neuen, positiveren Image verholfen haben, der alljährliche Marathon, die Leichtathletik-WM 2009, die bevorstehenden Champions-League-Endspiele im Fußball bei Frauen und Männern 2015 oder die jetzt an Berlin vergebene Leichtathletik-EM 2018 (siehe Artikel unten). Und die Stars und Topklubs, von denen Berlin eine Vielzahl hat.

Lisicki fordert Schulte heraus

Dementsprechend schwer fällt Jahr für Jahr die Wahl zu Berlins Sportlern des Jahres, die 2013 ihre 35. Auflage erlebt. Gekürt werden die Sieger in den Kategorien Frauen, Männer, Mannschaften und Trainer/Funktionäre. Titelverteidiger sind die vielfache Paralympics-Weltmeisterin Daniela Schulte, der dreimalige Diskus-Weltmeister Robert Harting, Eishockey-Serienmeister EHC Eisbären und der inzwischen nach Österreich gewechselte und damit nicht mehr zur Wahl stehende Eishockey-Trainer Don Jackson. Gut möglich, dass diesmal vier neue Gewinner ermittelt werden.

Bei den Frauen ist ein spannendes Rennen zu erwarten zwischen Schulte und Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki, die sich ihren Ehrentitel von 2011 sehr gern zurückholen würde. Oder fährt ihnen eine der Ruderinnen Britta Oppelt und Julia Richter in die Parade, die in diesem Jahr WM- und EM-Gold im Doppelvierer gewannen?

Offen wie selten scheint die Entscheidung bei den Männern. Gewinnt Harting nach seinem dritten WM-Titel auch zum dritten Mal in Folge die Sportlerwahl? Oder muss er seinem Kumpel, dem Wasserspringer Patrick Hausding den Vortritt lassen? Der schaffte mit WM-Gold im Synchronspringen vom Turm an der Seite von Sascha Klein aus Riesa einen historischen Erfolg. Ebenfalls ein außergewöhnliches Jahr erlebte der Kanute Marcus Groß mit dem WM-Titel und zwei EM-Titeln im Zweier-Kajak gemeinsam mit Max Rendschmidt aus Essen.

74 internationale Medaillen

Es gibt viele weitere Kandidaten – auch solche, die nicht in unserer Vorschlagsliste stehen. Vielleicht war für Sie, liebe Leser, Ronny der Held des Jahres, weil er Hertha zum Bundesliga-Aufstieg schoss. Oder Torsten Mattuschka, weil er auf bestem Wege ist, als Kultfigur mit dem 1. FC Union nachzuziehen. Oder der Volleys-Star Robert Kromm, der Eisbären-Kapitän André Rankel, die mit ihren Leistungen großen Anteil hatten am Gewinn der Deutschen Meisterschaften.

Wobei wir schon bei den Teams und Trainern/Managern sind: Aufsteiger Hertha mit dem unorthodox erfolgreichen Trainer Jos Luhukay zieht die meisten Fans an. Coach Mark Lebedew hat das Kunststück geschafft, mit den BR Volleys das Meister-Abo des VfB Friedrichshafen zu beenden, Manager Peter John Lee das einstige Kellerkind EHC Eisbären zur deutschen Eishockey-Institution zu befördern. Bei den Mannschaften stehen auch fünf Hockeyspieler zur Wahl, die an einem Wochenende im September beide EM-Titel mit den Nationalmannschaften holten.

Insgesamt gewannen Berlins Spitzensportler neben ungezählten Deutschen Meisterschaften 2013 bisher 59 Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie 15-mal Edelmetall bei internationalen Titelkämpfen von Athleten mit Handicap. Sie haben nun die – schwere – Wahl: Sie können online abstimmen unter morgenpost.de. Oder Sie senden eine Postkarte mit Ihren persönlichen Favoriten (pro Kategorie eine Nennung!) an

Berliner Morgenpost

Sportredaktion

Axel-Springer-Straße 65

10888 Berlin

Bis zum 24. November können Sie Ihre Stimme abgeben und im günstigsten Fall sogar einen attraktiven Preis gewinnen. Der Hauptpreis ist in diesem Jahr ein VIP-Paket für zwei Personen zum DFB-Pokalfinale 2014 im Olympiastadion. Vielleicht haben Sie auch Lust, selbst bei der Champions-Gala am 7. Dezember im Estrel Convention Center dabei zu sein und die Sportstars hautnah am Buffet zu erleben. Ein begrenztes Kartenkontingent für 109 Euro ist noch erhältlich unter www.champions-berlin.de oder unter der Telefonnummer 030-301118611.