Handball

Heinevetter sieht bei Deutschlands Erfolg gegen Schweden Rot

Die deutschen Handballer haben einen überzeugenden Supercup-Auftakt hingelegt.

Die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger bezwang den Olympiazweiten Schweden zum Auftakt des Vier-Nationen-Turniers mit 29:24 (12:9) und darf nun sogar auf den sechsten Erfolg beim prestigeträchtigen Vier-Nationen-Turnier hoffen. Weitere Gegner der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) sind Ägypten an diesem Sonnabend (17.45 Uhr) und Polen am Sonntag (17.00/beide Sport1).

Beste deutsche Torschützen in Bremen waren Kreisläufer Patrick Wiencek vom THW Kiel und Spielmacher Tim Kneule von Frisch Auf Göppingen mit jeweils fünf Treffern. Der Berliner Sven-Sören Christophersen traf zweimal. Für die Skandinavier, bei denen mit Fredrik Petersen, Mattias Zachrisson (2 Treffer) und Jesper Nielsen (3) drei weitere Spieler der Füchse Berlin standen, traf Niclas Ekberg am häufigsten (5). Zudem stand Silvio Heinevetter im Blickpunkt. Zunächst brachte der Berliner Torhüter das deutsche Team mit seinen Paraden auf die Siegerstraße, dann sah er in der 52. Minute nach einem Foul die Rote Karte.

Für Heinevetter war es dennoch „ein gelungener Start“, während Heuberger nach Spielschluss von „einem verdienten Sieg“ sprach. „Man sieht, dass die Mannschaft zusammenwächst“, meinte Heuberger. Der Supercup gilt für das Team, das bei der EM im Januar in Dänemark nur Zuschauer sein wird, als Startschuss in die Vorbereitung auf das WM-Play-off im Juni. Nach verpasster Olympia- und EM-Qualifikation kämpft der Weltmeister von 2007 um seinen guten Ruf.

Eine starke Vorstellung bot Heinevetter. Der Torhüter, der vor der Partie die DHB-Ehrennadel für sein 100. Länderspiel bekommen hatte, sorgte mit seinen Paraden immer wieder für Szenenapplaus in der Bremer Arena. Im zweiten Abschnitt rückte er in anderer Form in den Fokus. Der extravagante Keeper sah acht Minuten vor dem Ende Rot, nachdem er bei einem Gegenstoß aus seinem Tor geeilt war und den Schweden Ekberg am Torwurf gehindert hatte. Dass der Auftakterfolg trotzdem nicht mehr in Gefahr geriet, lag vor allem an den frechen Treffern von Supercup-Debütant Kneule aus der Rückraummitte.